Wirtschaft
05.03.2013

Dow-Jones-Index klettert auf Rekordhoch

Der New Yorker Börsenindex überstieg erstmals die Schwelle von 14.200 Punkten.

Dienstag, 15.30 Uhr MEZ, Handelseröffnung an der New Yorker Börse. Gebannt starrten Börsenhändler rund um den Globus auf ihre Schirme. Schafft es der Dow-Jones-Index, sein altes Rekordhoch zu übertreffen? Nur wenige Minuten später war klar: Er hat es geschafft, und zwar locker.

Fünf Jahre und fast fünf Monate hat es gedauert, bis der berühmteste Aktienindex der Welt seine alte Rekordmarke von 14.164,53 Punkten (vom 9. Oktober 2007, auf Schlusskursbasis) einzustellen. Erstmals in seiner 117-jährigen Geschichte überstieg der „ Dow“ die Schwelle von 14.200 Punkten. Und das, obwohl die USA auf einem riesigen Schuldenberg sitzen und die Staatsausgaben seit Monatsbeginn kräftig zurückgestutzt werden (Stichwort „Rasenmäher“).

„Der Rasenmäher wird von den Anlegern relativ gelassen genommen. Die Aktienkurse werden von viel Liquidität und den tiefen Zinsen getrieben“, sagt Monika Rosen-Philipp, Chefanalystin im Private Banking der Bank Austria. Der Dow Jones sei zwar der erste große Index, der ein Rekordhoch markiere, der viel breitere S&P500-Index habe dies aber noch nicht geschafft.

Der Dow Jones ist berühmt, enthält aber nur 20 Aktien. Der S&P als Korb von 500 Aktien bildet breitere Bereiche der US-Wirtschaft ab. Von seinem alten Hoch von 1565,15 Punkten (ebenfalls am 9. Oktober 2007) ist der S&P allerdings auch nur noch ein paar Punkte entfernt. „Die Frage ist jetzt, ob die Indices die alten Rekordwerte nachhaltig hinter sich lassen können“, meint Rosen. Neue Rekorde antesten, dann eine Korrektur um fünf oder zehn Prozent nach unten, gefolgt von weiteren kräftigen Anstiegen – das würde Rosen als gesunde und nachhaltige Entwicklung empfinden. „Dann wäre evidenter, dass der Rekord nicht nur touchiert wurde.“

Den Dow nach oben getrieben haben jedenfalls nicht nur einige, wenige Highflyer. Seit Jahresbeginn weisen zehn der 20 Dow-Aktien Kursgewinne von mehr als zehn Prozent auf. Nur zwei ( Alcoa, United Health) sind leicht im Minus.