Wirtschaft 05.12.2011

Digitalkameras: Blitzlicht unterm Weihnachtsbaum

"Konsument": D-SLRs im Aufwind. Superzooms als Alternative.

"Alle Jahre wieder" trifft auf Weihnachten zu, nicht aber auf den deutlich kürzeren
Produktionszyklus von Digitalkameras. Inwieweit es tatsächlich notwendig ist, alle paar Monate mit einem (oft nur minimal überarbeiteten) Modell auf den Markt zu kommen, sei dahingestellt. Zugleich ist aber auch die Nachfrage ungebrochen groß, wobei innerhalb der drei verfügbaren Kameragruppen eine Verschiebung zugunsten der digitalen Spiegel-
reflexkameras (D-SLR) stattgefunden hat. Auf www.konsument.at finden Konsumenten nicht nur aktuelle Tests zu Digitalkameras, sondern auch eine Warenkunde und Kaufhilfe.
Einst wegen ihrer Unhandlichkeit verpönt, profitieren digitale Spiegelreflexkameras jetzt von der Abkehr vom Knipsen hin zum bewussten Fotografieren mit künstlerischem Anspruch. Daran, dass sich die D-SLRs durch ihre Größe, ihr Gewicht und meist auch durch ihr umfangreicheres Zubehör von den übrigen Digitalkameramodellen abheben, hat sich freilich nichts geändert. Deshalb gilt nach wie vor die Empfehlung, von den eigenen Bedürfnissen auszugehen, statt einem Trend zu folgen. So können etwa die deutlich kompakteren Superzoom-Kameras in vielen Bereichen mit den Spiegelreflexmodellen der Einsteigerklasse konkurrieren, mit denen sie sich in einer gemeinsamen Gruppe befinden.
Es lassen sich drei Kameragruppen unterschieden, die auf Basis des Funktionsumfanges der Kameras und der Ansprüche der Benutzer gebildet werden.

Basic - für Einsteiger
Handliche Alltagsmodelle mit optischem Drei- bis Fünffachzoom (in Ausnahme¬fällen auch mehr), einer Handvoll Motivprogrammen (Porträt, Sport, Strand, Schnee, Landschaft etc.) und nur minimalen manuellen Einstellmöglichkeiten. Letztere werden von den Benutzern aber auch gar nicht vorausgesetzt, weil die Vollautomatik mittlerweile in fast allen Situationen optimal arbeitet.

Non-Basic/Advanced - für Fortgeschrittene
Etwas größere und schwerere, aber immer noch kompakte Modelle mit optischem Fünf- bis Zehnfachzoom, zahlreichen ¬manuellen Einstellmöglichkeiten (z.B. Blende, Belichtungszeit, Weißabgleich, Blitz, Fokus), einer Vielzahl an Motivprogrammen und größerer, lichtstärkerer Optik als die Basic-Modelle. Die manuellen Möglichkeiten können, müssen aber nicht ausgeschöpft werden, weil auch hier die Vollautomatik bzw. die Programmautomatik (automatische Abstimmung auf ¬manuell getätigte Vorgaben) gute Arbeit leistet. Für alle, deren Ansprüche über ¬reine Erinnerungsbilder hinausgehen.

High-End/Top - für Ambitionierte

Lichtstarke Kameras für ambitionierte Amateure bis hin zum Profifotografen. Hier behaupten sich die Superzooms (mit 10- bis 24-fach-Zoom) neben den digitalen Spiegelreflexkameras, deren Wechseloptik allerdings für bestimmte Einsatzbereiche immer noch einen großen Pluspunkt darstellt. Die Vorteile der Vollautomatik sind in dieser Gruppe mittlerweile ebenfalls ein Thema - und dies betrifft durchaus auch eher heikle Voreinstellungen wie etwa den Weißabgleich. Wobei die Halbautomatik bzw. die rein manuellen Einstellungsmöglichkeiten für ambitionierte Fotografen natürlich ein zusätzliches Argument für die Wahl einer High-End-Kamera sind.

Eine Warenkunde, Kaufhilfe und aktuelle Tests zu Digitalkameras sind unter www.konsument.at zu finden.

Erstellt am 05.12.2011