Welding with sparks

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Wirtschaft
06/24/2020

Deutsche Wirtschaft könnte im Sommer um sieben Prozent wachsen

Das ifo-Institut rechnen ab dem dritten Quartal mit Wachstum. Im zweiten Quartal dürfte das BIP zweistellig eingebrochen sein.

Die deutlich verbesserte Stimmung in der deutschen Wirtschaft deutet dem ifo-Institut zufolge auf eine Rückkehr zu Wachstum in der zweiten Jahreshälfte hin. "Wir rechnen ab dem dritten Quartal wieder mit Wachstum", sagte ifo-Experte Klaus Wohlrabe am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. "Im Sommerquartal könnte es zu einem Plus von um die sieben Prozent reichen."

Tal durchschritten

Im zu Ende gehenden zweiten Vierteljahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hingegen wegen der Coronakrise im zweistelligen Bereich eingebrochen sein. "Wir haben das Tal durchschritten, den Tiefpunkt haben wir hinter uns, es geht wieder aufwärts."

Offen sei aber, wie schnell sich die Konjunktur von der schlimmsten Rezession der Nachkriegszeit wieder erhole. "Die Lage in der Industrie ist immer noch sehr schlecht - besonders in den Kernbereichen Maschinenbau, Auto, Chemie und Elektrotechnik", sagte Wohlrabe.

Bessere Erwartungen

"Die Erwartungen verbessern sich in der Industrie zwar deutlich - sie sind aber nur weniger pessimistisch und noch nicht optimistisch." Immerhin seien die Exporterwartungen deutlich gestiegen. "Die Unternehmen hoffen, dass die Öffnung bei vielen Handelspartnern das Exportgeschäft beleben wird." China etwa sei schon wieder auf einem normalen Niveau.

Nach wie vor schlecht gehe es Hotels und Gaststätten. "Sie profitieren noch nicht sehr stark vom Ende des Lockdowns", sagte Wohlrabe. "Die Leute gehen auch noch nicht Autos kaufen. Der Kfz-Einzelhandel ist noch immer unzufrieden." Besser würden die Geschäfte mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen und Elektrotechnik. "Hier ist die Kauflaune deutlich besser."

Euro gefallen

Der ifo-Geschäftsklimaindex für Juni stieg auf 86,2 Zähler von 79,7 Punkten im Mai, wie das Münchner ifo-Institut mitteilte. Die vom ifo befragten Manager schätzten ihre Geschäftsaussichten und - erstmals seit Beginn der Coronakrise - auch ihre Lage wieder günstiger ein als zuletzt.

Der Euro ist am Mittwoch trotz robuster Konjunkturdaten aus der Eurozone etwas gefallen. Im Vormittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1298 US-Dollar, weniger als noch im frühen Handel.

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