Der Rettungsplan für den Ernstfall in Europa: "Sofort" Gas sparen

Der Rettungsplan für den Ernstfall in Europa: "Sofort" Gas sparen
Die EU-Kommission Brüssel empfiehlt auch gestufte Abschaltungen, weniger Heizen und Kühlen und - Energie sparen. Am besten seit gesten.

Dreht Russland Europa das Gas ab? Oder nur teilweise? Oder wird der eher unwahrscheinliche Fall eintreten, dass der Kreml die seit September stark reduzierten Gasmengen wieder in vollem Umfang Richtung Westen fließen lässt? In Brüssel rechnet man jedenfalls bereits mit dem Schlimmsten. Heute wird die EU-Kommission einen Plan vorlegen, wie Europa über den Winter kommen kann, sollte kein russisches Gas mehr fließen.

Eine der bereits durchgesickerten Empfehlungen: Den Gasverbrauch in der EU „sofort“ reduzieren. Dazu zählt, öffentliche Gebäude im Winter auf nicht mehr als 19 Grad zu heizen. Am besten heute noch, trotz der großen Hitze, sollten Räume nicht unter 25 Grad gekühlt werden.

Verpflichtende Einsparziele

Zudem soll jeder EU-Staat ein freiwilliges Gas-Einsparziel vorlegen. Tritt der Extremfall, also ein Stopp der russischen Gasversorgung ein, müssen diese Ziele unbedingt umgesetzt gesetzt und könnten von der EU verordnet werden. Das würde auch Produktionsabschaltungen in Unternehmen bedeuten.

Eine Voraussetzung für die Einführung von verpflichtenden Einsparzielen könnte sein, dass mindestens zwei EU-Staaten wegen einer Unterversorgung mit Gas akute Notsituationen befürchten. Wie stark die EU-Staaten ihren Gasverbrauch reduzieren müssten, ist noch offen. Im Gespräch waren zuletzt Zahlen von 5 bis 15 Prozent.

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