Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank Fed.

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Arbeitsmarkt und Zinsen
03/08/2017

USA schafft Vollbeschäftigung, Zinsen werden steigen

Die USA vermeldet eine Rekordbeschäftigung. US-Notenbank wird nächste Woche die Zinsen anheben.

Mit einer Arbeitslosigkeit von 4,8 Prozent haben die USA das Niveau der Vollbeschäftigung praktisch erreicht. Und weil sich die Konjunktur zusehends bessert, kommen laufend neue Jobs dazu. Im Februar haben US-Firmen einmal mehr weit mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Es entstanden 298.000 neue Stellen, teilte der Arbeitsvermittler ADP mit. Das war der größte Zuwachs seit Dezember 2015. Schon im Jänner war das Plus von 261.000 Arbeitsplätzen relativ stark ausgefallen.

Der Arbeitsmarkt liegt der US-Wirtschaftswissenschaftlerin Janet Yellen besonders am Herzen. Seit sie Chefin der US-Notenbank Fed ist, hat sie immer wieder betont, dass die Leitzinsen erst steigen können, wenn sich der Arbeitsmarkt verbessert hat. Das ist nun mittlerweile längst der Fall. Die Experten der Privatbank Sal. Oppenheim gehen daher davon aus, dass die Fed bei ihrer Sitzung nächste Woche den Leitzins anheben wird. Zuletzt haben die Währungshüter, nach langem Zögern, im Dezember des Vorjahres den Leitzins angehoben - auf eine Bandbreite von 0,5 bis 0,75 Prozent.

Steigende Leitzinsen sind in der Regel ein Schreck für die Aktienmärkte. Eine Zinserhöhung sei aber auch ein positives Signal, dass die robuste US-Wirtschaft die Unterstützung durch die Geldpolitik nicht mehr braucht. Zögere die Notenbank ihre Zinsschritte zu lange hinaus, müsse sie dann später die Zinsen umso abrupter anheben, was das Wirtschaftsgeschehen empfindlich stören könnte.

Aktuell wird davon ausgegangen, dass die Fed den Leitzinsen heuer drei Erhöhungen verordnet. Selbst einem vierten Zinsschritt wird inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von rund 20 Prozent zugebilligt. "Wir gehen allerdings davon aus, dass die Politik von Donald Trump früher oder später zu einer erhöhten Verunsicherung an den Märkten führen wird", so Sal. Oppenheim-Experte Martin Moryson. Das würde bedeuten, dass es wohl doch keinen vierten Zinsschritt im laufenden Jahr geben wird.

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