Corona: Warum ausgerechnet die Pandemie Chinas Exporte befeuert

Corona: Warum ausgerechnet die Pandemie Chinas Exporte befeuert
Im Juni lagen die Exportzahlen 32 Prozent über Vergleichsmonat 2020. Dennoch warnt Experte bereits vor Crash in China

„Das ist gewaltig“, sagt Stefan Bruckbauer, Chefökonom der Bank Austria, zu den Exportzahlen, die China gestern vorgelegt hat. Plus 32,2 Prozent im Juni 2021, die Importe zogen im selben Zeitraum sogar um 36,7 Prozent an. Und das liegt nicht daran, dass Chinas Außenhandel sich im Vergleichsmonat 2020 unterirdisch schlecht entwickelt hatte. Bruckbauer zu den Ausfuhrzahlen: „Auch gegenüber 2019 liegt das Plus bei 32 Prozent.“

Der Erfolg von Chinas Exporteuren liegt skurrilerweise auch daran, dass Konsumenten rund um den Globus weniger Möglichkeiten zum Geld ausgeben hatten. Flugzeuge blieben am Boden, Hotels und Restaurants geschlossen und selbst den Friseurbesuch konnte man sich lange Zeit abschminken. Was vielen blieb, war mehr Geld in Börsel, das anderwertig ausgegeben wurde. Etwa für Technik oder die eigene Wohnung und damit letztlich für Dinge, die in China gefertigt werden.

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