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EU-Klimapolitik
07/20/2016

CO2-Reduktion für Länder und Grenzwerte für Lkw

Neue Grenzwerte für den CO2-Ausstoß wird es künftig auch für die Hersteller von Nutzfahrzeugen geben.

von Margaretha Kopeinig

Vor der Sommerpause hat die EU-Kommission am Mittwoch umfassende Pläne für die Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen in allen 28 Mitgliedsländern vorgelegt. Demnach muss Österreich bis 2030 gegenüber 2005 – außerhalb des Industrie- und Energiesektors, der nicht vom Emissionshandel betroffen ist – um 36 Prozent weniger Emissionen in die Luft blasen. Rat und EU-Parlament müssen dem Plan der Kommission noch zustimmen.

Die WKÖ kritisierte, dass der CO2-Reduktionswert zu hoch sei und Österreich zudem keine konkreten Pläne für die Erreichung dieses Ziele habe.

Neue Grenzwerte für den CO2-Ausstoß wird es künftig auch für die Hersteller von Nutzfahrzeugen geben. Im Kampf gegen den Klimawandel will die EU-Kommission die Werte für Lastwagen sowie Nah- und Fernbusse festlegen.

Zunächst soll ein neues Testverfahren CO2-Ausstoß und Spritverbrauch genau erfassen, bevor Grenzwerte fixiert werden. Zudem sollen auch mit Blick auf das Jahr 2030 neue Effizienz-Werte für Auto- und Transporter-Motoren gesetzt werden.

40 Prozent weniger

Bis 2030 will die EU ihren CO2-Ausstoß im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent senken. Bis dahin soll zudem das Ziel erreicht sein, dass bis zu 17 Prozent der Energie im Transportsektor aus klimafreundlichen Quellen stammen. Derzeit deckt Europas Transportsektor 94 Prozent des Energiebedarfs durch Öl.

Bislang hat die EU CO2-Grenzwerte nur für Pkw und Kleinlastwagen festgelegt. Ab 2021 sollen die Fahrzeugflotten der Hersteller nur noch 95 Gramm CO2pro Kilometer ausstoßen dürfen. Bei den Lkw gibt es zwar die Euro-Norm, die den Ausstoß verschiedener Schadstoffe regelt, CO2ist dabei aber nicht erfasst. Hersteller (darunter VW, Daimler und Renault) wehren sich gegen solche Vorgaben. Lkw und Busse sind für etwa ein Viertel der CO2-Emissionen im Straßenverkehr verantwortlich.
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