Wirtschaft
17.05.2018

CO2-Limits für Lkw: Emissionen sollen um 15 Prozent sinken

EU-Kommission fordert: Bis 2030 soll der Schadstoffausstoß sogar um 30 Prozent gesenkt werden.

Was für Pkw schon seit neun Jahren gilt, soll nun auf Europas Straßen auch für Lastwägen wirksam werden: eine Höchstgrenze für klimaschädliche Abgase. Bis zum Jahr 2025 sollen die Lkw-Emissionen demnach um 15 Prozent sinken, lautet der Beschluss der EU-Kommission. Bis 2030 peilt die Brüsseler Behörde eine Senkung des -Ausstoßes um 30 Prozent an. Ausgangsjahr dafür wird das Jahr 2019 sein.

Im Pariser Klimaabkommen hat die EU eingewilligt, die Treibhausgase in der Union bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent zu reduzieren. Dieses Ziel bleibt unerreichbar, wenn der Schadstoffausstoß im Verkehrssektor nicht massiv gesenkt wird. Derzeit ist er für 27 Prozent der -Emissionen verantwortlich. Und obwohl Lastwägen nur rund 5 Prozent der Fahrzeuge auf den Straßen der EU ausmachen, gehen ein Viertel dieser Schadstoffe auf die schweren Brummer zurück.

Strengere Vorgaben

Einige EU-Kommissare hatten zunächst wesentlich strengere Vorgaben verlangt. Und sehr viel mehr Engagement hatte vor Kurzem auch eine Gruppe von Industriekonzernen in einem Brief an Brüssel gefordert: So schlugen etwa Ikea, Tchibo, Nestlé, Carrefour, DB Schenker, Unilever und Alstom gemeinsam vor, dass der Emissionsausstoß von Sattelschleppern bis 2025 um 24 Prozent gesenkt werden müsse.

Der europäische Autoverband (ACEA) sieht dies anders: Man hatte auf eine Reduzierung des Emissionslimits von 7 Prozent gehofft.

Bis der Vorschlag der Kommission EU-weit und damit auch in Österreich gültig wird, wird es noch dauern: EU-Mitgliedsstaaten und EU-Parlament müssen noch zustimmen. „Österreich hat Interesse daran, dass der Lkw-Transit durch unser Land sauberer und klimafreundlicher wird“, sagt EU-Abgeordneter Lukas Mandl (ÖVP). „Aber Arbeitsplätze dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden.“ Mandl ist Mitglied des Umweltausschusses im EU-Parlament.

Emissionslimits für Lkw gibt es bereits in den USA, Kanada, Japan und China