Der chinesische Motor stottert: Inlandsverkäufe brechen ein
Die Talfahrt auf dem chinesischen Automarkt hält an. Im Juli schrumpften die Verkäufe um 21,1 Prozent auf 1,47 Millionen Fahrzeuge, wie der Branchenverband China Passenger Car Association am Dienstag mitteilte.
Der Rückgang fiel damit etwas geringer aus als noch im Vormonat. Zugleich schnellte der Export nach oben. Insgesamt wurden 923.000 Fahrzeuge im Ausland verkauft, das sind 88 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Inlandsverkäufe in China sind bereits seit Monaten rückläufig. Schon im Juni waren die Pkw-Verkäufe um 23,4 Prozent eingebrochen, im ersten Halbjahr lag das Minus bei rund 20 Prozent. Als Hauptgründe gelten die schwache Konsumstimmung, die angespannte Wirtschaftslage und reduzierte staatliche Förderungen. Viele chinesische Haushalte verschieben größere Anschaffungen wie den Autokauf.
Besonders stark betroffen sind Fahrzeuge im unteren Preissegment. Käufer mit geringer Kaufkraft halten sich zurück, während wohlhabendere Kunden eher zu hochwertigen, technologisch stark ausgestatteten Modellen greifen.
Deutsche Autobauer unter Druck
Die Schwierigkeiten auf dem weltweit größten Automarkt machen auch der deutschen Autoindustrie zu schaffen - und das gleich auf zwei Fronten. BMW, Volkswagen und Mercedes verkaufen in China weniger Fahrzeuge und verzeichneten zuletzt deutliche Gewinneinbrüche.
Gleichzeitig wächst auf den traditionellen Absatzmärkten der Konkurrenzdruck durch chinesische Anbieter. Die Marktanteile verschieben sich zunehmend zugunsten chinesischer Hersteller. Deutsche und japanische Marken verlieren an Boden, während BYD, Geely, Nio und andere chinesische Produzenten vor allem mit Elektro- und Hybridfahrzeugen punkten.
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