Brisante Pleite: umstrittener Prozessfinanzierer LVA24 in Konkurs
Insolvenz im Burgenland (Symbolbild)
„Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) teilt mit, dass sie gegen die im Tatzeitraum Verantwortliche der LVA24 Prozessfinanzierung GmbH wegen unerlaubter Verwaltung eines alternativen Investmentfonds nach den Bestimmungen des Alternativen Investmentfonds Manager-Gesetzes (AIFMG) mittels Straferkenntnis eine Geldstrafe in Höhe von EUR 20.000,00 verhängt hat. Das Straferkenntnis ist nicht rechtskräftig“, teilte die FMA im Juni 2025 mit. Das Straferkenntnis wurde Mitte Juli rechtskräftig.
Nun ist das Aus der LVA24 Prozessfinanzierung GmbH mit Sitz in Wien, ein Unternehmen der umstrittenen Green-Finance-Gruppe, eingeläutet worden. Denn: Über ihr Vermögen wurde heute, Montag, ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien eröffnet. Das bestätigt Venka Stojnic vom Österreichischen Verband Creditreform dem KURIER.
Rund um die Green Finance-Gruppe gibt es umfangreiche Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) unter anderem wegen des Verdachts des Anlagebetrugs. Die Vorwürfe werden aber bestritten. Drei Manager wanderten für eineinhalb Monate in U-Haft, sind aber wieder auf freiem Fuß.
Die Hintergründe
„Das Unternehmen beschäftigt sich mit dem Geschäftszweig der Prozessfinanzierung. Alleingesellschafterin ist die Green Finance Group AG, Liechtenstein (Anteil: 100 %)“, so Creditreform. „Laut Eigenantrag führte die Hausdurchsuchung (bei) der Gesellschafterin und damit verbundenen Medienberichte zur negativen Beeinflussung des Geschäftsgangs und einer schlechten Auftragslage.“
Die Schulden
Derzeit sind laut Gläubigerliste 16 Gläubiger im Gesamtausmaß in der Höhe von 115.116,89 Euro betroffen. Die vorgelegte Gläubigerliste sei jedoch laut Eigenantrag nicht abschließend.
Keine Zukunft
Eine Sanierung des Unternehmens sei nicht beabsichtigt.
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