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Service
07/11/2013

Bonität selbst prüfen: Neuer Online-Rechner für KMUs

Die Hilfe ist kostenlos und anonym und soll die Vorbereitung für ein Finanzierungs-Gespräch bei der Bank erleichtern.

Werde ich einen Kredit bekommen? Mit wie viel kann ich rechnen? Oder kann ich mir den Weg zur Bank überhaupt sparen? - Solche und ähnliche Fragen beantwortet der neue Bonitätsrechner für Klein- und Mittelbetriebe zwar nicht, aber man kann besser einschätzen, in welche Richtung die Antworten gehen werden.

Das neue von der Wirtschaftskammer Wien und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien entwickelte Online-Service soll die Vorbereitung für das Finanzierungsgespräch erleichtern, wie am Donnerstag bei der Präsentation betont wurde.

Kostenlos und anonym

Der Bonitätsrechner ist kostenlos verfügbar und kann anonym bedient werden. Daten werden, so wurde versichert, nicht gespeichert. Unternehmer werden zunächst nach "Softfacts" befragt, also etwa zu Planung, Gewinnverwendung oder Branchenwissen. Bei den Hard-Facts geht es dann um Kennzahlen wie Eigenkapital, Umsatz, Gewinn oder Fremdkapital. Auch betriebswirtschaftliche Veränderungen können simuliert werden. Der Abschlussbericht enthält dann Informationen über die aktuelle Lage.

"Mit dem Bonitätsrechner könne sich Kunden bestmöglich auf das Bankgespräch vorbereiten", betonte Georg Kraft-Kinz, der stellvertretende Generaldirektor der RLB NÖ-Wien: "Wenn man sich den Fragen stellt, überraschen einen die Fragen in der Bank nicht mehr." Und: Der Online-Dienst sei durchaus auch für Neugründer gedacht, auch wenn diese etwa noch keine Bilanzzahlen eintragen könnten.

"Wer erfolgreich sein will, muss gut vorbereitet sein"

"Wer erfolgreich sein will, muss gut vorbereitet sein", beteuerte die Wiener Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank. Sie befand, dass in der Vergangenheit die Beurteilung der Kunden durch die Banken nicht immer transparent nachvollziehbar waren. Der Bonitätsrechner zeige nun, auf welche Fragen es ankomme und welche Unternehmenskennzahlen wichtig seien. Jank verwies auch auf die entsprechenden Angebote der Kammer, etwa die Förderung von Unternehmensberatungen beim WIFI Wien.

Jank warnte bei der Gelegenheit weiters davor, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf Neuerungen zu vergessen. Derzeit werde nur sehr verhalten investiert: "Das ist für eine Volkswirtschaft eine sehr schlechte Entwicklung." Kraft-Kinz versicherte, dass die Rahmenbedingungen für Kreditaufnahmen derzeit gut seien - vor allem wegen der angesichts des niedrige Zinsniveaus geringen Kosten.

Der Bonitätsrechner ist auf den Webseiten http://wko.at/ratgeber/kmu-bonitaet und http://www.raiffeisenbank.at/hug zu finden.

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