Im Tourismus herrscht nach wie vor akuter Personalmangel

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Wirtschaft
01/16/2020

Betten im heimischen Tourismus sind nur zu einem Drittel ausgelastet

Bessere Auslastung im Winter als im Sommer, in Fünf- und Vier-Sterne-Betrieben sowie in den Bundesländern Wien und Tirol.

Über ein ganzes Tourismusjahr gesehen sind die Betten in den heimischen Unterkünften öfter leer als belegt. Grundsätzlich ist die Auslastung im Winter höher als im Sommer, in Fünf- und Vier-Sterne-Betrieben besser als in Ferienwohnungen oder Privatquartieren und in Wien und Tirol höher als in anderen Bundesländern, zeigen Daten der Statistik Austria.

Von November 2018 bis Oktober 2019 standen Gästen österreichweit rund 1,13 Millionen Betten in 68.034 Beherbergungsbetrieben zur Verfügung. Damit stieg die Bettenanzahl um 1,0 Prozent und die Zahl der Betriebe um 2,4 Prozent. In der Wintersaison lag die Bettenauslastung bei 37,7 Prozent, im Sommer bei 36,5 Prozent.

In gewerblichen Beherbergungsbetrieben lag die Auslastung im Winter bei 41,7 Prozent und im Sommer bei 42,1 Prozent. In privaten Betrieben war die Auslastung im Winter höher (26,4 Prozent) als in der Sommersaison (21,4 Prozent).

Schlusslicht Ferienwohnungen

Die höchste Auslastung erreichten sowohl im Winter (51,4 Prozent) als auch im Sommer (55,4 Prozent) Fünf- und Vier-Stern-Betriebe. Deutlich geringer war die Auslastung in Drei- oder Zwei-Stern-Hotels. In gewerblichen Ferienwohnungen betrug sie im Winter 38,6 Prozent und im Sommer 28,2 Prozent.

Etwa die Hälfte des gesamten Bettenangebots entfiel im Jahr 2018/19 auf die Bundesländer Tirol (350.800) und Salzburg (222.900). Die höchste Auslastung gab es aber in Wien - und zwar 54,4 Prozent im Winter und 64,1 Prozent im Sommer. Dahinter folgten Tirol mit 44,2 Prozent im Winter und dem Burgenland mit 41,2 Prozent im Sommer.