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Wirtschaft
11/03/2021

Betrüger haben es immer öfter auf Krypto-Anleger abgesehen

Finanzexperte Cornelius Granig rät Anlegern in seinem neuen Buch „Böses Geld“ genau drauf zu achten, wer hinter Anbietern steckt.

von Robert Kleedorfer

Weltweit gibt es rund 5.500 Kryptowährungen. Diese hatten Anfang August eine Kapitalisierung von zusammen ca. 1,5 Billionen Euro. Das entspricht 17 Prozent der weltweiten Bargeldmenge von 8,5 Billionen Euro, wie Cornelius Granig errechnet hat. Der Finanzexperte befasst sich seit Jahren mit der Bekämpfung von Computerkriminalität und Wirtschaftsverbrechen. „Es gibt gutes Geld von Anlegern, das von Betrügern verwendet wird für ihre eigenen Zwecke“, sagt Granig im KURIER-Talk auf schauTV. „Dass dann diesen Menschen, diesen Geldgeber weggenommen wird und das dann zu bösen Geld wird, das nur mehr für die Betrüger arbeitet. Und da gibt es leider in der neuen digitalen Finanzwelt auch neue Verbrechen, neue Straftaten.“

Mit Kryptos kann man laut Granig „viel Geld verdienen, aber auch sehr viel  verlieren“. Betrüger würden beispielsweise nur vorgeben,  eine Kryptowährung zu haben. „Das ist also alter Wein in neuen Schläuchen. Also so wie früher oft vorgetäuscht wurde, man hätte irgendwie ganz tolle Anlagemöglichkeiten in Gold. Zum Beispiel haben Betrüger billige Goldbarren verkauft, wo sich dann herausgestellt hat, das war lackierter Stahlbeton. Oder man hat vorgegeben, man hat  einen ganz tollen Zugang zu billigen Grundstücken. Dann hat sich herausgestellt, denen gehört das Grundstück nicht.“

Ratschlag

In seinem neuen Buch „Böses Geld“ empfiehlt Granig Anlegern, dass man Unternehmen, die in diesem Bereich angesiedelt sind, „sehr, sehr genau anschaut“. Das betreffe auch Unternehmen. „Es gibt ja auch Klein- und Mittelbetriebe, die da investieren.“ Interessenten sollten sich das Impressum ansehen, wer dahinter steckt. „Ist das eine Einzelperson oder eine Firma? Wenn das eine Firma ist, sollte man sich anschauen, wer die Eigentümer beziehungsweise Gesellschafter sind.“ Und vor allem sollten sich potenzielle Investoren die Frage stellen, ob diese Leute schon jemals etwas in dieser Branche gemacht haben.

Fehlende Vorbildung

Normalerweise müssten Menschen, die in der Finanzbranche tätig sind, bestimmte regulatorische Voraussetzungen erfüllen, damit sie dort Vorstandsmitglied werden können. „Eine neue Kryptowährung auf den Markt werfen kann jeder, also auch ohne jede Vorbildung. Da gibt es sicher welche, die keine solche einschlägige Vorbildung haben, die ganz großartig sind. Aber traue ich das wirklich jedem zu?“

Die zweite Frage, die man sich stellen müsse, ob das möglicherweise jemand sei, der das Angebot vorsätzlich als Betrug angelegt habe. Gleiches gelte für die Seriosität eines Handelsplatzes. „Man kann oft nicht prüfen, ob die georderten Kryptos wirklich gekauft werden.“

Man habe dann zwar ein Konto dort und sehe den Wert wachsen. „Aber solange das Geld nicht abgehoben wird, weiß man nicht, ob die das gekauft haben. Und wenn der Betreiber diese Kryptowährung nicht gekauft hat, dann ist möglicherweise gar nichts da. Und die Konsumenten schauen durch die Finger.“

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