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Veranlagung
07/22/2013

Bessert sich Konjunktur wie erhofft, winken Kursgewinne

Börse: In Europa haben Firmengewinne und Aktienkurse noch deutliches Aufholpotenzial.

von Christine Klafl

Die Ankündigung der US-Notenbank Fed, bei weiteren positiven Daten aus der Wirtschaft und vom Arbeitsmarkt die Anleihenkäufe zu reduzieren, führten weltweit zu Verunsicherung. Prompt ging die Angst um, dass die Stütze der US-Konjunktur allzu schnell beendet wird. Man könnte die Fed-Ankündigung allerdings auch anders interpretieren, meinen die Veranlagungsexperten der Deutschen Bank. Nämlich als Signal dafür, dass sich die Weltwirtschaft langsam wieder normalisiere und dass Geldanlagen wieder vor allem durch Fundamentaldaten aus der Wirtschaft und nicht nur von der Regierungspolitik gestützt werden sollten. Die Reduktion der expansiven Geldpolitik sei der Versuch, beim „Patienten Weltwirtschaft“ langsam die Medikamente abzusetzen.

Im laufenden dritten Quartal dürften sich Investoren daher wieder mehr für Aktien erwärmen können, erwartet man in der Deutschen Bank. Die Begründung für diese Prognose: Verbessert sich das Konjunkturumfeld, profitieren die Unternehmen und damit die Aktienmärkte davon.

„Geben Sie Aktien den Vorzug vor Anleihen“

„Geben Sie Aktien den Vorzug vor Anleihen“, raten auch die Experten der Investmentgesellschaft BlackRock. Anleger sollten sich aber auf erhöhte Kursschwankungen gefasst machen.

Weiterhin überdurchschnittliche Kursanstiege sagen viele Profis dem Aktienmarkt in Tokio voraus. Dank der Yen-Abwertung können vor allem exportorientierte Unternehmen ihre Gewinne kräftig ausweiten. Für die kommenden zwölf Monate wird hier mit einem Anstieg der Unternehmensgewinne um 45 Prozent gerechnet.

Europa

Was die Entwicklung der Unternehmensgewinne betrifft, hat die Eurozone im Vergleich mit den USA „deutliches Aufholpotenzial“, so die Deutsche Bank. Weniger elegant formuliert: Die Eurozone hinkt nach. Bessert sich die Konjunktur, kann es mit den Gewinnen und Kursen aber deutlich nach oben gehen. Mit eindeutigen Signalen, ob sich die Wirtschaftslage tatsächlich spürbar bessert, ist allerdings nicht über den Sommer zu rechnen. Attraktive Dividendenrenditen von 3,5 Prozent und mehr könnten in Europa aber für zusätzlichen Auftrieb an den Aktienmärkten sorgen.

Bei Anleihen-Veranlagungen raten die Experten nach wie vor zu kurzen Laufzeiten. Langfristige Anleihen tendenziell untergewichten – so heißt das im Fachjargon der Investmentbanker. Die Leitzinsen werden sowohl in den USA als auch in der Eurozone noch länger auf Rekordtief bleiben.

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