Bei Zahlen getrickst? Kritik an Starautor Piketty

Thomas Piketty
Der Wirtschaftsbestseller "Capital in the 21st Century" beruht laut Financial Times auf falschen Zahlen.

Das Herzstück des Wirtschaftsbestsellers von Thomas Piketty ("Capital in the 21st Century") ist eine riesige Datenbank zur Vermögensverteilung, über viele Länder und Jahrzehnte hinweg. Ausgerechnet daran gibt es nun Kritik: Chris Giles von der Financial Times wirft dem Franzosen vor, er habe Zahlen verwechselt sowie grobe Schätzungen und willkürliche Anpassungen vorgenommen.

Brisant sei das, so Giles, weil Pikettys Kernthesen anders nicht haltbar seien: Dass die ungleiche Verteilung der Vermögen in den letzten 30 Jahren massiv gestiegen und in den USA weit höher als in Europa sei. Piketty betont in seiner Antwort, die Datenlage sei schlecht und ein Work in progress. All seine Berechnungen stünden offen zur Debatte – die Thesen würden auch von anderen Forschern bestätigt.

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