Beamtenversicherung ÖBV: Die Hintergründe des spektakulären Immo-Deals am Graben

Beamtenversicherung ÖBV: Die Hintergründe des spektakulären Immo-Deals am Graben
Verkauf um 327,5 Millionen an die Ärztekammer und ein problematisches Business-Modell. Who’s Who der Gewerkschaft im Aufsichtsrat

Man habe nicht verkaufen wollen, ehrlich, aber beim letzten Offert habe man einfach nicht mehr Nein sagen können. So erzählt es Josef Trawöger, Chef der Österreichischen Beamtenversicherung, kurz ÖBV, gerne. Als die Wiener Ärztekammer schließlich 327,5 Millionen (Quadratmeterpreis 30.000 Euro) für den 1874 erbauten Grabenhof hinlegte, wurden die Beamtenversicherer weich und die feudale Adresse Graben 14 wechselte im November die Besitzer.

Auch wenn Trawöger noch so beteuert, das Unternehmen habe den Deal ausschließlich wegen des sensationellen Kaufpreises durchgezogen und nicht, weil man es wirtschaftlich notwendig hätte, dürfte das nur die halbe Wahrheit sein. In der Versicherungswirtschaft ist es ein offenes Geheimnis, dass die ÖBV nicht so toll performt. Neben dem Verkäufer ist noch jemand heilfroh über die Transaktion – nämlich die Finanzmarktaufsicht (FMA).Die 1895 von der Gewerkschaft gegründete ÖBV ist seit einigen Jahren das Problemkind der Aufsicht.

Kommentare