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Wirtschaft
09/18/2012

BAWAG streicht 700 Stellen

Laut einem Zeitungsbericht soll die Bank einsparen - die Finanzmanager von Cerberus wollen nicht mehr investieren.

Bei der BAWAG werden im Zuge der Umstrukturierung 700 Jobs wegfallen, schreibt die Wiener Zeitung: "Im Kern geht es darum, dass die US-Finanzmanager von Cerberus in die BAWAG nichts mehr investieren möchten (oder können)". Aus der BAWAG verwies man dazu am Dienstag auf Nachfrage der APA auf das 2010 vorgestellte Restrukturierungsprogramm, wonach bis 2013 rund 500 Jobs wegfallen sollten. Daran habe sich zwar grundsätzlich nichts geändert, das Programm werde aber laufend "re-evaluiert", also neu bewertet.

Firmenkunden-Segment

"Das Firmenkundengeschäft werde mangels Profitabilität weitgehend geschlossen. Der Eigenhandel der Bank wird ebenfalls weitgehend aufgegeben" schreibt die Zeitung ohne Angabe von Quellen. Die BAWAG bestätigt zwar, dass der Eigenhandel zurückgefahren werde, aber "die Finanzmarktaktivitäten für Kernkunden und für das Bilanzmanagement der Bank werden wir nicht aussetzen", heißt es. Die Bank konzentriere sich wie 2010 angekündigt auf Retail- und Privatkundengeschäft. Durch die Zusammenführung von Post- und BAWAG-Filialen wird die Zahl der Filialen von 150 auf 500 ausgeweitet.

Die Wiener Zeitung schreibt zudem, dass die neuen Eigenkapitalvorschriften (Basel III) eine weitere Kapitalzufuhr nötig machten, Cerberus wolle aus kapitalintensiven Geschäften aussteigen, um sich die Geldspritze zu ersparen. Dazu sollten auch vier Zwischenholdings in Steueroasen aufgelöst werden, die zwischen der BAWAG und dem Eigentümer Cerberus stehen. Diese technische Maßnahme würde über 200 Mio. Euro an Eigenmitteln sparen.

 

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