Wirtschaft 19.03.2012

Autoservice: Freie Werkstätten buhlen um Kunden

Geld sparen bei der Auto-Reparatur. Freie Werkstätten sind bis zu einem Drittel billiger als Vertragswerkstätten.

Seit Mitte 2010 dürfen Autohersteller nicht mehr verlangen, dass die periodisch vorgeschriebenen Wartungen nur in Vertragswerkstätten durchgeführt werden. Die Autobesitzer können somit ihre Werkstätte selber wählen. Doch laut Karl-Heinz Wörle, Chef der Servicekette Profi Reifen, kennen zu wenige Kunden diese Möglichkeit. "Dabei kostet der Stundensatz bei Vertragswerkstätten 100 bis 120 Euro, bei freien Werkstätten ist es um bis zu einem Drittel weniger." Denn der Autoverkauf bringt kaum Ertrag, die Händler leben vor allem von gut bezahlten Dienstleistungen der angeschlossenen Werkstätten.

Garantiezeit

Auch während der Garantiezeit von zwei bis drei Jahren können die Services in freien Werkstätten durchgeführt werden. Wörle: "Die Hersteller müssen ihrer Gewährleistungs- und Garantiepflicht in jedem Fall nachkommen."

Die Qualität sei so gut wie in Vertragswerkstätten, versichert Wörle. "Die Hersteller stellen alle nötigen Infos zur Verfügung." Profi Reifen nützt Diagnosegeräte von Bosch, um die nötigen Daten des Fahrzeugs auszulesen. Verwendet würden nur Original-Ersatzteile, die täglich in die 40 Filialen angeliefert würden. "Reparaturen werden somit schneller erledigt."

Derzeit nutzen laut Wörle erst rund ein Drittel der Pkw-Besitzer freie Werkstätten. Er hofft, dass dieser Anteil in den nächsten Jahren auf 70 Prozent steigt.

( Kurier ) Erstellt am 19.03.2012