Autohandel: Mercedes baut Vertriebs­netz in Ostösterreich um

ARCHIV - Ein Mercedes-Benz-Mitarbeiter poliert am …
Foto: AP/Thomas Kienzle Mercedes will Vertrieb in Ostösterreich aufpolieren

Mercedes-Händler Wiesenthal gibt zentrale Funktion ab, Generalimporteur Mercedes Benz Österreich wird nun auch selbst Händler.

Der Stuttgarter Autobauer Mercedes Benz hat heuer laut Statistik Austria bereits 17.716 neue Pkw (inklusive der Marke Smart) in Österreich verkauft und kann über seine Geschäfte nicht klagen. Zu den großen Händlern gehören Mercedes Wiesenthal in Ostösterreich, Pappas (OÖ, Salzburg, Stmk, Tirol), Kaposi in Kärnten und Schneider in Vorarlberg. In Ostösterreich kommt es jetzt de facto zu einer neuen Gebietsaufteilung.

Bei einem "internen Partner-Meeting" am Mittwochvormittag, das rund zwei Stunden dauerte, hat der Salzburger Generalimporteur Mercedes Benz Österreich (MBÖ) elf Vertriebspartnern aus Niederösterreich und dem Burgenland eine neue Vertriebsstruktur angeboten. Bisher waren sie unter dem Dach von Mercedes Wiesenthal tätig.

Die alte Struktur mit dem "Zwischenhändler" Wiesenthal fällt künftig weg, dafür können die elf "Partner" direkt beim Generalimporteur in Salzburg andocken. Die Salzburger fungieren ab Jänner 2018 selbst als "Händler" und übernehmen sozusagen die zentrale Funktion von Wiesenthal in Niederösterreich und dem Burgenland.

Die betroffenen Vertriebspartner haben die Pläne des Importeurs positiv aufgenommen. Geht es doch um Effizienzsteigerung. Sie erwarten – wie auch der Generalimporteur – schnellere Vertriebsabläufe, höhere Umsätze und damit auch bessere Margen.

"In Ostösterreich ist beim Absatz noch viel Luft nach oben", sagt ein Insider. Wiesenthal hat 2016 hierzulande 6600 Neuwagen verkauft. Als Ziel in Ostösterreich peilt MBÖ angeblich langfristig die Latte von 10.000 verkauften Neuwagen an.

Gute Gespräche

"Das Thema ist mit uns akkordiert worden. Wir haben am Mittwoch gemeinsam mit dem Generalimporteur die Vertriebspartner informiert," bestätigt Wiesenthal-Vorstand Felix Clary und Aldringen auf Anfrage des KURIER. "Für den Kunden ändert sich nichts. Die Vertriebspartner haben den Vorteil, dass sie direkt von MBÖ betreut werden." 2016 setzte der Wiesenthal-Konzern fast 750 Millionen Euro um. 2000 Mitarbeiter werden beschäftigt, davon 740 an 16 Standorten in Österreich, der Rest in der Slowakei, in Tschechien und Ungarn. In der Slowakei hat Wiesenthal im Vorjahr 9323 Fahrzeuge verkauft.

(kurier) Erstellt am
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