AUA-Maschinen auf dem Flughafen Wien Schwechat

┬ę REUTERS/Leonhard Foeger

Wirtschaft
11/01/2019

AUA plant angeblich Riesen-Sparpaket

Laut Medienberichten stehen hunderte Jobs auf dem Spiel. Die heimische Fluglinie soll so versuchen, sich gegen Billigflieger zu behaupten.

Im Kampf gegen Billigflieger soll der AUA ein umfangreiches Sparpaket ÔÇô inklusive Abbau hunderter Stellen - drohen. Laut Presse planen Austrian-Airlines-Chef Alexis von Hoensbroech und Finanzvostand Wolfgang Jani ein Kostensenkungspaket, welches seine Vorg├Ąnger im Umfang weit ├╝bersteigen soll. Daf├╝r soll es laut Presse-Informationen auch schon die R├╝ckendeckung der deutschen AUA-Mutter Lufthansa und des Aufsichtsrats geben. Dem Bericht zufolge geht es um Einsparungen von 100 Millionen Euro.

Hoensbroech wird dem Artikel zufolge au├čerdem bei der Pr├Ąsentation der Neunmonatszahlen n├Ąchste Woche die Hoffnung auf ein positives Ergebnis f├╝r dieses Gesch├Ąftsjahr offiziell aufgeben. Es drohten wieder rote Zahlen.

50 Millionen durch Personalabbau

Aber zur├╝ck zum drohenden Sparpaket: Das "Strategieprogramm" vom Fr├╝hjahr, das ein Potenzial von 30 Millionen Euro hatte, habe sich offenbar als wenig effektiv erwiesen, hei├čt es in dem Artikel weiter. Nun sollen 100 Millionen Euro eingespart werden. Ab 2020 sollen 50 Millionen Euro davon ├╝ber den Abbau von Personal erbracht werden. Das sind mehr als 500 Mitarbeiter der AUA, darunter Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal. Derzeit hat die ├Âsterreichische Fluglinie rund 7.000 Mitarbeiter.

Die anderen 50 Millionen Euro sollen ├╝ber eine Reduktion der Sachkosten wieder reinkommen. Geplant sei unter anderem der Ersatz der 18 Dash-Turboprop-Maschinen durch zehn Airbus A320 - mit weniger Flugzeugen sollen zweieinhalb Mal so viele Sitzpl├Ątze verkauft werden.

Weiters w├╝rden, wie angek├╝ndigt, die Crew-St├╝tzpunkte in den Bundesl├Ąndern aufgelassen. Die deutsche Lufthansa ├╝bernehme die Deutschland-Fl├╝ge aus den Bundesl├Ąndern. Parallel dazu sollen die Kr├Ąfte in Wien geb├╝ndelt werden: Die AUA ├╝bernimmt den Angaben zufolge die vier in Wien stationierten Flugzeuge samt Personal der Lufthansa-Tochter Eurowings, deren Wien-Basis de facto aufgel├Âst werde.

Verluste im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr flog die AUA heuer Verluste in H├Âhe von 53 Millionen Euro ein. F├╝r das Gesamtjahr war man im Juli noch von einem "knapp positiven Ergebnis", also einem kleinen Gewinn, ausgegangen. Der Mutterkonzern Lufthansa hatte der AUA aber mindestens 100 Mio. Euro Gewinn pro Jahr vorgeschrieben, damit Investitionen in die Flotte finanziert werden k├Ânnen. Dieses Ziel wurde noch nie ganz erreicht, in den Vorjahren war man aber mit 93 Millionen bzw. 83 Millionen Euro knapp dran.

Einer der gro├čen Konkurrenten der AUA ist die Billigfluglinie Ryanair.  Im Kampf gegen die Mitbewerber hat die AUA erst k├╝rzlich ebenfalls die Einf├╝hrung von Billigtickets angek├╝ndigt.

Billigtickets ohne Freigep├Ąck auf AUA-Langstreckenfl├╝gen

Die Lufthansa und damit auch AUA und Swiss weiten n├Ąchste Woche den Verkauf von Langstreckentickets ohne Aufgabegep├Ąck auf weitere Strecken aus. Wer bei den Austrian Airlines nur mit Handgep├Ąck und ohne Koffer reisen will, zahlt auf Inlands- und Europafl├╝gen schon seit 2015 weniger f├╝r "Light"-Tickets. Seit Juni 2018 wird dies auf Nordamerika-Kursen praktiziert. Wer doch Gep├Ąck aufgibt, zahlt extra.

Ab 6. November gibt es diese Tarife, die nur freies Handgep├Ąck umfassen, auch in Richtung Nahost und auf allen AUA-Interkontinentalfl├╝gen zwischen ├ľsterreich und Asien bzw. Afrika. Wie die AUA mitteilte, sind auf der Langstrecke Mahlzeiten und Getr├Ąnke an Bord f├╝r die Passagiere aber auch in diesen Tarifen weiterhin kostenlos.

Kampf gegen Billigflieger: Extraleistungen kosten extra

Schon seit vielen Jahren ist es bei den Billigairlines Praxis, sich bei g├╝nstigen Fl├╝gen Extraleistungen extra bezahlen zu lassen. Mittlerweile sind auch viele andere Fluglinien dazu ├╝bergegangen. Einer der Effekte: Damit werden die Tickets auch auf Preisvergleichsportalen optisch "billiger".

ein ActiveCampaign Newsletter Widget Platzhalter.

Wir w├╝rden hier gerne ein ActiveCampaign Newsletter Widget zeigen. Leider haben Sie uns hierf├╝r keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte ActiveCampaign, LLC zu.

Jederzeit und ├╝berall top-informiert

Uneingeschr├Ąnkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare

AUA plant angeblich Riesen-Sparpaket | kurier.atMotor.atKurier.atFreizeit.atFilm.atImmmopartnersuchepartnersucheSpieleCreated by Icons Producer from the Noun Project profilkat