© EPA/CHRISTIAN BRUNA

Wirtschaft

AUA-Neustart: Kredite mit AUA-Aktien und Fliegern besichert

Auch Standort-Paket ist fixiert, Boden-Mitarbeiter stimmen Sparpaket zu, Regierungsverhandlungen noch offen.

von Andrea Hodoschek

05/26/2020, 03:20 PM

Die Verhandlungsteams fĂŒr die Rettung der AUA sind in der Zielgeraden. Das Standort-Paket ist jetzt ausverhandelt, hört man aus Verhandlerkreisen. Die Regierung forderte als Gegenleistung fĂŒr die Staatshilfe Garantien fĂŒr den Ausbau von Wien zum Langstrecken-Drehkreuz innerhalb des Konzerns. Das Headquarter bleibt in Wien, die Marke AUA muss erhalten bleiben.

Bei VerstĂ¶ĂŸen gegen die Standort-Vereinbarungen, die klar definiert sind, werden hohe Pönale-Zahlungen sowie Veto-Rechte schlagend. Die Sanktionen sind angeblich wesentlich strenger als fĂŒr die Schweizer Konzernschwester Swiss.

Einigung ĂŒber Kredite

Auch die Garantie-Kredite zur Sicherung der LiquiditĂ€t der AUA sind mit der staatlichen Corona-Finanzierungsagentur Cofag und einem Bankenkonsortium unter FĂŒhrung der Erste Bank final ausverhandelt. FĂŒr 90 Prozent garantiert die Cofag, zehn Prozent schultern die Banken.

Sowohl Banken als auch Cofag halten den – noch vorlĂ€ufigen – Business-Plan der AUA fĂŒr den Neustart fĂŒr plausibel und glauben, dass die Lufthansa-Tochter die RĂŒckzahlungen schaffen wird. Die Kredite in einer GrĂ¶ĂŸenordnung von rund 300 Millionen Euro laufen auf sechs Jahre. Statt ursprĂŒnglich angegebener 767 Millionen Euro Finanzhilfe braucht die AUA, wie berichtet, nur noch 600 bis 650 Millionen. Die Kredite werden mit allen AUA-Aktien, somit dem gesamten Unternehmen, und den rund 80 Flugzeugen besichert, bestĂ€tigt man in Verhandlungskreisen.

Der Beitrag der Belegschaft im Ausmaß von insgesamt 300 Millionen Euro ist auch fix. Die Abstimmung der kaufmĂ€nnisch-technischen Mitarbeiter ĂŒber das Sparpaket mit schmerzhaften Gehaltseinbußen bis zu 15 Prozent endete am Dienstag mit 90 Prozent Zustimmung.

Eigenkapital noch offen

Noch nicht akkordiert sind die beihilferechtlichen Fragen zum zusĂ€tzlichen Eigenkapital, mit dem die Republik Österreich der AUA unter die FlĂŒgel greift. Die Regierung will eine Beteiligung am Mutterkonzern Lufthansa, aber hier gibt es WiderstĂ€nde in Deutschland.

Ebenfalls noch offen sind die ökologischen Auflagen fĂŒr die Staatshilfe.

In Regierungskreisen wird betont, man lasse sich nicht unter Druck setzen, weder inhaltlich noch zeitlich.

ein ActiveCampaign Newsletter Widget Platzhalter.

Wir wĂŒrden hier gerne ein ActiveCampaign Newsletter Widget zeigen. Leider haben Sie uns hierfĂŒr keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte ActiveCampaign, LLC zu.

Jederzeit und ĂŒberall top-informiert

UneingeschrÀnkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Liebe Community,

Mit unserer neuen Kommentarfunktion können Sie jetzt an jeder Stelle im Artikel direkt posten. Klicken Sie dazu einfach auf das Sprechblasen-Symbol rechts unten auf Ihrem Screen. Oder klicken Sie hier, um die Kommentar-Sektion zu öffnen.

AUA-Neustart: Kredite mit AUA-Aktien und Fliegern besichert | kurier.atMotor.atKurier.atFreizeit.atFilm.atImmmopartnersuchepartnersucheSpieleCreated by Icons Producer from the Noun Project profilkat