Kämpferische Töne: Der britische Premier Cameron kündigt eine neuerliche Verschärfung der Regeln für Zuwanderer an

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Top Gear
03/12/2015

David Cameron stärkt Jeremy Clarkson den Rücken

Über 730.000 Unterschriften wurden bisher gesammelt, der britische Premier Cameron nennnt ihn ein "großes Talent".

von Mathias Morscher

Nach der Suspendierung von Jeremy Clarkson bei der BBC - Clarkson soll einen Produzenten geschlagen haben - gehen die Wogen hoch. Nun meldete sich niemand geringerer als der britische Premierminister David Cameron zu Wort. Laut dem Guardian meinte Cameron, er glaube, Clarkson bedauere einiges von dem, was geschehen sei. Er hoffe, die Angelegenheit könne geregelt werden, andernfalls wären sehr viele Zuschauer enttäuscht, inklusive seiner Kinder.

Unterstützung findet der umstrittene Moderator der Erfolgssendung "Top Gear" auch im Netz. Mehr als 733.000 Fans (Stand: 12. März, 15.45 Uhr) unterschrieben bereits eine Online-Petition und wollen Clarkson zurück - trotz oder vielleicht wegen seiner Eskapaden.

Diese waren in den vergangenen Jahren zahlreich. So bezeichnete er 2009 den damaligen britischen Premier Gordon Brown einen "einäugigen schottischen Idioten". Er nannte Mexikaner "faul, nutzlos und aufgeblasen" und legte sich auch mit seinem Arbeitgeber an, indem er meinte, die BBC werbe "schwarze lesbische Muslime" als Moderatorinnen an, um die Zahl der "heterosexuellen weißen Männer" auszugleichen, wie Spiegel Online schreibt. Trotz allem ist Jeremy Clarkson einer, wenn nicht der Star der BBC. Bleibt es beim Rauswurf, hätte dies auch finanzielle Folgen für den Sender.

"Top Gear" als Cash-Cow

Denn "Top Gear" ist mit Abstand die erfolgreichste Produktion der BBC. Alleine in Großbritannien sehen regelmäßig sieben Millionen zu. Verkauft in über 214 Länder soll die Sendung weltweit über 350 Millionen Menschen erreichen. Laut Ian Morris, ehemals Teil des "Top Gear"-Teams und mittlerweile Journalist bei Forbes, verdient die BBC damit im Ausland mehr 50 Millionen Pfund. Das bestätigt auch der Guardian. Und genau das könnte der BBC Ärger bringen. Denn liefert der Sender nicht aus - im Konkreten geht es um die gestrichenen zwei Episoden - muss die BBC mit Regressforderungen in Millionenhöhe rechnen.

Bei diesen Summen ist die gesamte Industrie, die sich mittlerweile um "Top Gear" entwickelt hat, noch nicht mit eingerechnet. Mittlerweile gibt es Merchandise, Magazine, DVDs, Videospiele und lokale Ableger in den USA und China.

Clarkson kann es egal sein

Ob aus der bisherigen Suspendierung tatsächlich ein Rauswurf wird, dürfte Jeremy Clarkson relativ egal sein. Nicht umsonst rief er Journalisten, die vor seinem Haus warteten, zu: "Ich gehe zum Job Center."

Jobs werden ihm laut der FAZ im Moment angeblich zu Hauf von privaten Sendern angetragen. Auch wenn Clarkson alles andere als ein einfacher, umgänglicher Typ zu sein scheint.

Arbeiten müsste der 54-Jährige wahrscheinlich nicht mehr. Angeblich hat ihm die BBC in den vergangenen Jahren rund 30 Millionen Pfund überwiesen.

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