Singt "Fidelio" und ist das Gesicht des Kultursommers: Startenor Jonas Kaufmann

© ORF/Regina Recht

ORF-Kultursommer
06/13/2015

Quantität trifft Qualität

In 300 Stunden Kulturprogramm präsentiert der ORF Festspiele, Wettlesen und Film-Retrospektiven.

von Christoph Silber

300 Stunden Kulturprogramm präsentiert der ORF auf seinen TV- und Radio-Kanälen in diesem Sommer. Das Spektrum reicht von der Sommernachtsgala in Grafenegg, mit der am 19. Juni (ORF2) der "ORF-Kultursommer" gestartet wird, über die Festspiele in Bregenz und Salzburg bis zu Retrospektiven, die ORFIII Woody Allen und Billy Wilder widmet.

ORF-General Alexander Wrabetz sprach bei der Programm-Präsentation am Freitag von einer "Quantität und Qualität an Kulturprogramm, wie sie sonst kein anderer Sender bieten und spielen kann. Das ist ein Auftrag, den wir mit unserer gesamten Flotte gerne und umfassend erfüllen." Fernsehdirektorin Kathrin Zechner streute den potenziellen Zusehern und -hörern schon vorab Rosen: "Die DNA des österreichischen Publikums ist stark kulturgeprägt." Und jene, die der Kultur bisher noch nicht nahe stehen, will Zechner mit dem neuen Programm dazu "verführen".

Im Vorjahr erreichte der ORF mit dem Kultursommer drei Millionen Zuseher.

Zu den Höhepunkten 2015 zählen etwa der "Fidelio" aus Salzburg mit Jonas Kaufmann, der demORF-Kultursommer auch sein Gesicht leiht. Aus Bregenz, wo Elisabeth Sobotka die Leitung übernommen hat, kommen "Hoffmanns Erzählungen" sowie "Turandot". Puccinis letzte Oper wird übrigens mit Sendern aus der Schweiz und Deutschland koproduziert und wird, wieORF-Kulturchef Martin Traxl ausführte, "ein Experiment". ImORF werden nämlich während der Aufführung Kameras auch das Geschehen hinter der Bühne einfangen.

Hochkaräter

Dazu kommen noch hochkarätige Konzerte wie etwa die Nikolaus Harnoncourts "Missa Solemnis" von der styriarte, die Opernfestpiele in St. Margarethen mit Robert Dornhelms Inszenierung der "Tosca", der Bachmann-Preis oder das Donauinselfest.

Salzburgs Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler betonte denn auch die Bedeutung des ORF für Kulturfestivals. "Wir brauchen einander, aber ich hoffe, wir wollen einander auch. Unsere Premieren sind immer ausverkauft und die Karten teuer. Daher ist es besonders wichtig, dass der ORF uns überträgt", erklärte Rabl-Stadler. Unitel-Chef Jan Mojto, der den Weltvertrieb für viele der neuen Klassik-Produktionen übernimmt und mit dem Pay-Sender Classica in über 30 Ländern vertreten ist, meinte: "Es gibt kein Land in Europa, wo so viel Kultur ausgestrahlt wird. Da sind wir als audiovisuelles Gedächtnis gerne dabei. Und wir bemühen uns, österreichische Kultur auch im Ausland zu zeigen."

INFO: Das Kultursommer-Programm ist unter kundendienst.orf.at abrufbar

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