ORF Reform? Vielleicht geht's doch noch

© APA/GEORG HOCHMUTH

Kürzungen
10/22/2013

ORF kürzt Budget für 3sat um 40 Prozent

Bekenntnis zur Beteiligung wird betont - "Exklusive" Formate fallen weg.

Der Rotstift im ORF macht auch vor 3sat nicht Halt. Das Budget für den gemeinsam mit ARD, ZDF und der Schweizer SRG betriebenen Kultursender wird um 40 Prozent gekürzt, wie der ORF am Dienstag einen entsprechende Bericht des Standard gegenüber der APA bestätigte. Das bedeute konkret auch, dass "exklusiv" für 3sat produzierte Formate im kommenden Jahr wegfallen werden. Zur Beteiligung am Sender stehe man aber weiterhin.

Dementsprechend werde der ORF wie bisher die "25 Prozent am Gesamtprogramm des europäischen Gemeinschaftssender unverändert aufrechterhalten. So wie in anderen Unternehmens- und Programmbereichen des ORF, muss es aber auch hier aufgrund des Ausfalls der Gebührenrefundierung zu Umschichtungen und Redimensionierungen kommen." Es liege auf der Hand, dass bei solchen Maßnahmen teure Bereiche wie Eigenproduktionen in erster Linie betroffen seien.

In der vergangenen Woche hatte der Sender bereits Einsparungen von nahezu 70 Prozent beim Spartenkanal ORF Sport + sowie die Einstellung mehrerer Randsportarten-Magazine angekündigt. Laut der Zeitschrift "tv-media" sind darüber hinaus im Programmbereich die Einstellung der Kinderschiene sowie die Streichung des großen Herbst-Show-Events notwendig. Der ORF muss im kommenden Jahr wegen des Entfalls der Gebührenrefundierung rund 80 Millionen Euro einsparen. Die Erstellung des Finanzplans 2014 befindet sich gerade in der Finalphase.

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