© ORF Musikantenstadl

Wirtschaft atmedia
02/23/2015

Musikantenstadl wird renoviert

ORF, ARD, und SRF arbeiten an einem Zukunftskonzept für das Format Musikantenstadl, um über 2015 hinaus neue Zuseher zu gewinnen.

Der Musikantenstadl ist wie Wetten, dass....? ein Format der klassischen öffentlich-rechtlichen Fernseh-Unterhaltung. Beide haben Jahrzehnte an Zuschauermarkt-Erfolge auf dem Buckel, erlebten mit jeweils einem Moderator, da Karl Moik, dort Thomas Gottschalk, ihre Blütezeiten. Seit deren Abgang gelten beide Formate als angezählt bis hin zu überlebt. Obwohl ihnen treue Fan-Gemeinden unverdrossen folgten oder noch folgen. Der Weg von Wetten, dass ...? ist bekannt.

Der Musikantenstadl soll reformiert werden. Darauf einigten sich ORF, ARD und SRF. Die drei öffentlich-rechtlichen Medien-Anstalten wollen den Stadl, der eine traditionsreiche, starke und seit 34 Jahren existierende TV-Unterhaltungsmarke ist, 2015 zukunftsfit machen. Deshalb soll er inhaltlich und personell erneuert werden. Für Andy Borg, der den Stadl nach Moik moderierte, bedeutet dieser Sanierungsschritt nach neun Jahren Moderation das Aus.

Und wer könnte ihm folgen? Helene Fischer böte sich hier an. Ihre Erfahrung und Erfolge in diesem Musik-Segment, ihre Bekanntheit in der Kernzielgruppe des Stadls, ihre Zugkraft in Zielgruppen jenseits der klassischen Stadl-Besucher- und Schauer hinaus sowie ihre Jugenlichkeit könnten den Stadl der Zukunft prägen und ihm die gewünschte Frische liefern. Fischer repräsentiert auch die neue Generation dieses Marktsegments. Und sie zöge auch die gewünschten neuen Zielgruppen und Reichweiten an. Außerdem könnten sich die drei Medien-Unternehmen Fischer auch leisten. Die Musikerin könnte ihren letztjährigen Markterfolg toppen und verlängern auch wenn es dann musikalisch nicht mehr so erfolgreich würde. Darüber hinaus gibt es genug moderierende Männer in diesem TV-Musik-Segment. Und Fischers Partner Florian Silbereisen hat schon sein Moderationsmandat.

"Jede große Marke braucht einen Erneuerungszyklus", schickt ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner dem anstehenden Stadl-Umbau voraus. Zechner spricht von einem "weitreichenden Entwicklungsschritt". Der Stadl 2.0 steht im Raum, um eventuell trachten-affine und landlustige Digital Natives in das schunkelnde Stadl-Boot zu holen. Annette Siebenbürger, Leiterin Programmbereich Bayern und Unterhaltung des Bayerischer Rundfunk, avisiert die "gründliche Überarbeitung des Sendekonzepts". Derzeit wird an der Stadl-Adaptionen wie "neue Sendungselemente, einer etwas veränderte musikalischen Bandbreite und der konkrete Anzahl der Liveshows" über das Jahr 2015 hinaus geplant. ORF, ARD und SRF wollen den Stadl zu einer "modernen wie traditionsbewussten, regional verankerten und weltoffenen Musikshow" renovieren. Dort steht ein Eurovisionsraum-Musik-Entertainment-Marke im Raum, die auch den Ansprüchen des dahinter stehenden Musik-Industrie-Segments gerecht würde.

Das Wetten, dass-Schicksal soll dem Stadl erspart bleiben. Denn das Quiz-Format, das als "größte Fernseh-Show" tituliert wurde, wurde nach 34 Jahren im Dezember 2014 eingestellt.

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