© Manchester United FC

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06/08/2015

Manchester United ist wertvollste Fussball-Marke

Die Sportmarke Manchester United wird mit 1,2 Milliarden, FC Bayern München mit 0,9 Milliarden US-Dollar bewertet.

Das global tätige, britische Markenbewertungsunternehmen Brand Finance legt mit Ende der Fussball-Saison 2014/15 die Studie The Brand Finance Football 50. Darin werden nahezu ausschließlich europäische Fussball-Clubs aus ökonomischer Sicht nach deren Markenwerten gelistet und gereiht. Darin wird Manchester United an erster Stelle geführt. Der britische Club, der in der gerade zu Ende gegangenen Champions-League- und Europa-League-Saison aufgrund schlechter Vorsaison-Ergebnisse keine Rolle spielte, wird von den britischen Markenbewertern mit 1,206 Milliarden US-Dollar und als "wertvollste Fussball-Marke" ausgewiesen. ManU kam 2014 noch auf 739 Millionen Dollar und steigerte in diesem Jahr ohne Europa-Präsenz seinen Markenwert um beachtliche 63 Prozent. Damit war auch der Sprung vom dritten Platz 2014 auf den nunmehrigen ersten Platz möglich.

ManU löste FC Bayern München als wertvollste Fussball-Marke ab. Der Stern des Südens steigerte, laut Brand Finance-Berechnungen, seinen Markenwert im Betrachtungszeitraum von 896 auf 933 um 37 Millionen Dollar. Deshalb müssen die Roten aus München hinter die Roten aus Manchester zurücktreten. Wie der FC Bayern München scheiterte auch Real Madrid CF im Halbfinale der jüngsten Champions-League-Saisons. Der spanische Club fiel im Markenbewertungsranking vom zweiten auf den dritten Platz zurück. Trotz Markenwertzugewinns von 105 auf 873 Millionen Dollar.

Dass weder Champions-League-Sieg noch das Triple - Meisterschaft, Pokal und Champions League-Sieg - unmittelbar markenwertwirksam werden, zeigt das Beispiel FC Barcelona. Brand Finance weist zwar aus, dass der Champions-League-Sieg, der dem Club von der UEFA rund 36,4 Millionen Euro Prämien eintrug, sich in einem Markenwert-Gewinn von 28 Millionen Dollar niederschlug aber auch nichts daran änderte das die Katalanen vom vierten auf den sechsten Platz im Ranking fielen. Der FC Barcelona steigerte in Spielsaison 2014/15 seinen Markenwert von 622 auf 773 Millionen und um 24 Prozent.

Sechs der zehn in diesem Ranking ausgewiesenen wertvollsten Fussball-Marken sind englische Clubs, die mindestens 100 Millionen Dollar Markenwert-Zuwächse für sich verbuchen konnten. Hingegen schnitten die vier unter den Top-Ten geführten nicht-englischen Clubs, abgesehen von Paris St. Germain, hinsichtlich ihrer Markenwert-Entwicklung und in Relation zu den englischen Clubs, unterdurchschnittlich ab. Oder wieso kann der englische "Nachzügler" Tottenham Hotspur 45 Prozent oder 111 Millionen Dollar Markentwert-Zuwachs für sich verbuchen während Real Madrid nur 104 Millionen Dollar und 14 Prozent zulegen konnte. Insgesamt schneiden in dem Brand Finance-Ranking alle englischen Clubs, wie die Zahlen zeigen, signifikant besser ab als alle weiteren europäischen Clubs. Beispielsweise konnten Everton FC, West Ham United FC, Southampton FC und Stoke City FC ihre Markenwerte um zwischen 86 und 89 Prozent steigern.

Eine denkbare Antwort dafür liegt im zum Jahresbeginn erfolgten exorbitant lukrativen Medienrechte-Verkauf der englischen Premier League an Sky und BT. Beide Medien-Unternehmen erhöhten ihre Medienrechte-Investitionen für drei Spielzeiten ab 2016/17 um 70 Prozent auf umgerechnete sieben Milliarden Euro.

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