© Franz Gruber/Kurier

Studie
12/04/2014

KURIER ist top bei crossmedialer Nutzung

IFES verknüpft erstmals Reichweiten von Print-Titeln und ihrer digitalen Verlängerungen.

Der KURIER gehört zu den größten Zeitungshäusern Österreichs, auch wenn die Reichweiten von Print und Digital kombiniert werden. Das geht aus der erstmals durchgeführten CrossMediaReach-Studie (CMR) hervor, die IFES im Auftrag von neun Printtiteln durchgeführt hat. Diese zeigt insgesamt einen erfreulichen Trend: Die Print-Reichweiten wachsen auf digitalen Kanälen.

Der größte Zeitungstitel ist analog zur Media Analyse die Krone mit einer CMR-Reichweite von 35,9 Prozent. Ebenfalls auf dem Stockerl platziert sind Kleine Zeitung (13,2 Prozent) sowie der KURIER mit 9,8 Prozent. Dahinter zu finden sind als überregionale Titel Standard und Presse. In diesen Werten berücksichtigt sind die Nutzung der Print-Ausgabe sowie die Zugriffe via PC und Laptop, aber auch über Tablets und Apps.

Für KURIER-Herausgeber Helmut Brandstätter "ein sehr erfreuliches Ergebnis, das unsere Strategie bestätigt. Es zeigt, dass die digitale Gegenwart und Zukunft keine Gefahr ist, sondern eine Möglichkeit, den Qualitätsjournalismus des KURIER auf allen Kanälen zu verbreiten."

Die nun erhobene nationale CMR-Reichweite bei den Kaufzeitungen lag insgesamt bei 66,7 Prozent, der Zuwachs durch reine digitale Nutzung liegt bei 6,3 Prozent und durch die Doppelnutzung aus Print- und digitalen Angeboten bei 19,2 Prozent.

Methodik

Die IFES-Studie orientiert stark an den vorhandenen Analysen, um eine saubere und vergleichbare Methodik zu gewährleisten. 5505 Menschen ab 14 Jahren wurden dafür befragt, bei knapp 2000 waren es sogenannte Face-to-Face-Interviews. Mit der Untersuchung wolle man "eine Grundwährung" schaffen, wie es Gerhard Valeskini von der Kleinen Zeitung ausdrückte. "Über Marktforschung lässt sich ja ebenso diskutieren, wie über Geschmäcker."

Zwar steht im kommenden Jahr die erste Veröffentlichung des Media Servers an, der alle Mediengattung gemeinsam erheb- und messbar machen soll. "Wir brauchen aber jetzt etwas", betonte Holzleitner, laufe doch der Anzeigenverkauf häufig schon crossmedial. Entsprechend sei die CMR-Studie als "Zusatzangebot an die werbetreibende Wirtschaft" zu verstehen, "um die Wartezeit bis zum Media Server zu überbrücken".

Ein bekanntes Bild zeichnete übrigens die Studie die Aufteilung nach Geschlecht betreffend: Frauen weisen demnach eine niedrigere Gesamtreichweite aus und nutzen stärker Print exklusiv. Der Zuwachs der nationalen Reichweite über digitale Zusatznutzung geschieht der Studie zufolge in erster Linie über Männer. Bei bildungsfernen Schichten, die maximal einen Pflichtschulabschluss besitzen, ist das Wachstum über Online geringer ausgeprägt als bei Akademikern. "Digital exklusiv"-Nutzer sind insgesamt jünger, besser gebildet und mit männlichem Überhang.

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