Jason Segel mimte in der Kultserie Marshall Eriksen.

© EPA/DOMINICK REUTER

Zum Ende von "HIMYM"
08/23/2014

Jason Segel: "Die Chemie hat einfach gestimmt"

Am Mittwoch strahlt PRO7 die letzten drei Folgen der Comedy-Serie "How I Met Your Mother" (ab 20.15 Uhr) aus. kurier.tv traf einen der Hauptdarsteller zum Interview: Jason Segel alias Marshall Eriksen.

kurier.tv: Die Serie "How I Met Your Mother" geht nach 9 Staffeln zu Ende. Sind Sie traurig, dass es vorbei ist?

Jason Segel: Klar, die Serie hat mich neun Jahre meines Lebens begleitet. Ohne sie wäre ich heute nicht da, wo ich letztlich angekommen bin; in Hollywood. Die Crew und meine Kollegen sind mir sehr ans Herz gewachsen während dieser Zeit. Wir wurden tatsächlich so was wie eine kleine Familie. Wie in jeder Familie ist nicht immer jeden Tag alles rosig, aber am Ende steht man zusammen, wenn es darauf ankommt. Und so war es bei uns auch. Wir haben gemeinsam sehr viel erreicht, es gibt schließlich nicht viele TV-Serien, die mehr als 200 Folgen abdrehen. Darauf kann man stolz sein.

Es knirschte manchmal hinter den Kulissen?

Klar gibt es auch mal Spannungen, aber bei uns gab es zum Glück keine bösartigen Ausfälle am Set, wie man sie von anderen Produktionen gelegentlich hört. Bei unserer Truppe stimmte grundsätzlich die Chemie und vielleicht war das am Ende auch eines der Erfolgsgeheimnisse der Serie.

Hätten Sie anfangs gedacht, dass Sie so lange erfolgreich sein könnten mit der Serie?

Nie im Leben. Jedes Jahr starten im US-Fernsehen Dutzende neue Serien, rund 75 Prozent überleben die erste Staffel nicht. Ich hatte vermutet, dass wir zwei Jahre über die Runden kommen und dann eingestellt werden. Wir waren ehrlich gesagt selbst überrascht, wie gut es lief.

Hätten Sie gerne noch eine zehnte Staffel gedreht?

Ehrlich gesagt nicht. Ich hatte schon nach der siebenten Staffel das Gefühl, dass wir zu einem Ende kommen müssen, denn wir haben wirklich alles erzählt, was es zu erzählen gab. Bevor es dann einfach nur noch peinlich wird, sollte man lieber vorher Schluss machen.

Stimmt es, dass die Serie Sie letztlich vor dem privaten Ruin gerettet hat?

Das klingt dramatischer, als es war. Aber es stimmt: Ich war ziemlich abgebrannt, als ich den Zuschlag für die Rolle des Marshall Eriksen bekam. Ich war einer jener mittellosen Schauspieler, die von der großen Karriere in Hollywood träumten und sich stattdessen das Geld als Kellner verdienten (lacht). Dank der Serie konnte ich mir tatsächlich ein angenehmes Leben aufbauen. Und sie hat mir viele Türen geöffnet, auch beim Film, die ansonsten wahrscheinlich verschlossen geblieben wären.

Werden wir Sie fortan verstärkt in Kinorollen wie in Ihrem neuen Film "Sex Tape" (ab September in den Kinos) sehen oder wollen Sie wieder mal zurück zum TV?

Ich werde auf jeden Fall erstmal mehr Filme drehen. Das ist weniger zeitintensiv und erlaubt mir dadurch auch, meiner Leidenschaft für das Schreiben von Drehbüchern mehr nachzugehen. Ich möchte mich auch in anderen Genres versuchen, denn bisher war ich ja in erster Linie in der Komödie zu Hause. In meinem nächsten Film "The End of the Tour" spiele ich in einem Drama den amerikanischen Autor David Foster Wallace. Das ist Neuland für mich. Solche Herausforderungen suche ich jetzt verstärkt.

In "Sex Tape" arbeiteten Sie erneut mit Cameron Diaz zusammen, mit der Sie 2011 schon "Bad Teacher" drehten. Hat sie einen guten Humor?

Oh ja, einen ziemlich dreckigen dazu. Wenn Cameron loslegt, dann bleibt kein Auge trocken. Sie liebt schlüpfrige Witze und kann sich selbst in einer Männerrunde sehr gut behaupten. Ein echtes Party-Girl. Ihr schrilles Lachen ist allerdings gewöhnungsbedürftig (lacht).

Für die Rolle in "Sex Tape" haben Sie abgenommen?

Ja, ich habe fast zehn Kilogramm abgespeckt, habe mich über Monate gesund ernährt, kein Fast Food mehr gegessen und regelmäßig Sport gemacht. Ich habe mich ja schon einmal vor einer Kamera nackt präsentiert, in "Nie wieder Sex mit der Ex." Damals noch mit Wampe. Ich habe mir geschworen: Wenn ich jemals wieder nackt sein muss für eine Rolle, dann wenigstens mit einem ansehnlichen Körper.

Sie wollten ursprünglich Sportler werden.

Ich habe Basketball gespielt in der Schulmannschaft und davon geträumt, Profi zu werden. Nebenbei habe ich ein Schulstück inszeniert. Mein Theaterlehrer hat mich anschließend ermutigt, lieber Schauspieler als Sportler zu werden. Er vermittelte mich an eine Casting-Agentur und prompt bekam ich meinen ersten Job in einem Paramount-Film. Es war dennoch ein langer Weg bis zu dem Punkt, an dem ich heute angelangt bin. Dank "How I Met Your Mother" kann ich meine kreativen Leidenschaften voll ausleben.

Das war "HIMYM"

Ted erzählt die Story zu Ende

Die Serie. "How I Met Your Mother" ist eine US-amerikanische Sitcom, die für den Sender CBS produziert wurde. Die neun Staffeln umfassen 208 Folgen, die von 2005 bis 2014 ausgestrahlt wurden. Gedreht wurde in den Studios der 20th Century Fox in Los Angeles, der Schauplatz ist jedoch New York City. Die Erzählung erfolgt aus der Sicht der Hauptfigur Ted Mosby, ein Architekt, der seinen Kindern im Jahr 2030 die Erlebnisse schildert, die dazu geführt haben, dass er ihre Mutter kennengelernt hat.

Die Darsteller. Insgesamt gibt es sechs Hauptcharaktere, die in allen Staffeln zu sehen waren: der ältere Ted Mosby (Ich-Erzähler; dargestellt von Bob Saget); Ted Mosby (Josh Radnor); Marshall Eriksen (Jason Segel); Robin Charles Scherbatsky Jr. (Cobie Smulders); Barney Stinson (Neil Patrick Harris); Lily Aldrin (Alyson Hannigan).

Das Finale. Fast alle Folgen der 9. Staffel spielen am Wochenende der Hochzeit von Barney und Robin. PRO7 zeigt am Mittwoch ab 20.15 Uhr die drei letzten Folgen. Und Ted erzählt die Geschichte zu Ende. 13 Millionen Seher waren in beim Finale in den USA dabei. Bis er endlich die Mutter seiner Kinder traf, musste Ted 29 Frauen daten. Wie die Mutter aussieht, erfahren Sie hier.

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