© ORF/ZDF/Stephanie Kulbach

TV-Dreiteiler
01/06/2013

Geschichte einer Nobelherberge

In "Das Adlon" auf ORF 2 (Sonntag, 20.15 Uhr) wird die Geschichte des gleichnamigen Berliner Hotels erzählt.

von Michaela Mottinger

Er könne sich, sagt Heino Ferch, vor allem an die großartige Big Band des Adlon erinnern. 1997 war das. Und der Anlass die Premiere der „Comedian Harmonists“, ein Kinofilm, in dem Ferch eine der Hauptrollen spielte.

1997 hatte das Adlon schon drei politische Systeme überdauert. Die Kaiserzeit, die Nazis, die DDR. Es lag, wie das ganze Land, in Trümmern. Und wurde doch von der Ruine wieder zur Nobelherberge aufgebaut.

Produzent Oliver Berben und Regisseur Uli Edel setzen dem Hotel in einem TV-Dreiteiler (6., 7., 9. Jänner, 20.15, ORF 2) nun ein filmisches Denkmal. Am 7. Jänner im Kulturmontag: Die Doku „Adlon verpflichtet“ von Dagmar Wittmers.

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„Das Adlon. Eine Familiensaga“ verbindet die reale Geschichte der Familie Adlon über vier Generationen mit der fiktiven Figur Sonja Schadt, der Tochter eines Hausangestellten. Sie ist es, die die große güldene Welt oben mit der der kleinen Leute unten verbindet. Ihr Leben ist aus Briefen von Angestellten, die das Adlon in seinem Archiv aufbewahrt, gespeist, um es so authentisch wie möglich zu erzählen.

„Unser Projekt ist viel mehr als ein Hotelfilm“, so Oliver Berben. „Das Adlon ist ein Zeitzeuge. Es erzählt eine Vielzahl von Geschichten und hütet unzählige Geheimnisse. Bei einem so altehrwürdigen Haus einmal durch das Schlüsselloch zu spähen, all die Komödien und Tragödien zu erforschen, die sich darin abspielten, war für mich das Spannendste an der Arbeit.“
Die nicht weniger als drei Jahre dauerte.

Regisseur Percy Adlon („Zuckerbaby“, „Out of Rosenheim“, „Mahler auf der Couch“), ein unehelicher Hoteliers-Spross, der 1996 mit dem TV-Film „In der glanzvollen Welt des Hotel Adlon“ selbst schon einmal dessen Geschichte aufarbeitete, stand dem Team als Konsulent zur Seite. Ferch, der Louis Adlon spielt: „Über Percy Adlons Film habe ich mich dem Thema angenähert. Außerdem habe ich das Buch ,meiner‘ Frau Hedda, die von Marie Bäumer verkörpert wird, gelesen. Sie schildert die Geschehnisse aus ihrer Sicht und weiß viele Fakten.“

Stars und Kostüme

103 Rollen wurden für das Fernsehspektakel gecastet. Neben Ferch und Bäumer unter anderem Rosemarie Fendel, Burghart Klaußner, Thomas Thieme, Sunnyi Melles, Wotan Wilke Möhring und Jürgen Vogel. Viele Figuren sieht man im Wandel der Jahrzehnte – weshalb Vogel auf die Frage, was das Anstrengendste am Dreh war, auch stöhnte: „Die Maske!“

„Ich hatte mindestens fünf Perücken und maßgeschneiderte Silikonteile, um im Laufe der Zeit 70 Jahre alt zu werden“, lacht Ferch. Marie Bäumer erzählt: „Ich habe mir einen Gürtel aus Gardinenblei nähen lassen, um gebeugter zu gehen.“

Dafür durfte sie als junge Hedda ausgiebig reiten. Das tut sie nämlich gern. Hat schließlich auch der um ihre Sicherheit besorgte Produzent eingesehen.

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