„Kein tatsächlicher Grund zur Verfolgung“ für Martin Gastinger

© gilbert novy

Wirtschaft atmedia
10/01/2014

ATV fordert österreichischen VÖP

ATV-Senderchef Martin Gastinger schließt Wiedereintritt in den Verband Österreichischer Privatsender nicht aus, stellt aber Bedingungen.

von Christoph Silber

An die 200 Gäste folgten am Dienstagabend der Einladung des Verbands Österreichischer Privatsender (VÖP) zum "privatsender HEURIGEN". Markus Breitenecker, stellvertretender VÖP-Vorsitzender und Geschäftsführer von Puls4, forderte dort einen nationalen Schulterschluss gegen "Medienanbieter aus den USA". Breitenecker: "Wir müssen dem digitalen Tsunami etwas entgegensetzen. Das geht nur, wenn wir die Zusammenarbeit untereinander verstärken."

Da hakt es allerdings gewaltig, seit ATV seinen Austritt aus dem VÖP bekanntgegeben hat. Die Rücknahme dieses Schritts ist für ATV-Geschäftsführer Martin Gastinger vorstellbar, wie er gegenüber atmedia.at erklärt. Dazu müsse der VÖP allerdings zuerst einmal österreichisch werden. "Wenn der VÖP sich darauf besinnt, eine echte österreichische Vertretung von echten österreichischen Privatsendern zu sein, dann ist ein Wiedereintritt möglich", erklärt Gastinger. Dazu müsste der VÖP allerdings zuvor die Statuten ändern und „sich von Fensterprogrammen ohne österreichische Identität, die mit dem Zusatz 'Österreich' wie etwa ein Sixx Österreich reinen Etikettenschwindel betreiben, trennen." Solche Sender würde nämlich niemals die Interessen tatsächlich österreichischer Rundfunkveranstalter haben oder gar teilen, meint der ATV-Chef.

Gastinger fordert den Verband auch dazu auf, intensiveres Lobbying für die Interessen der Privaten bei der Politik zu machen. Das Themenspektrum reicht für ihn von der gesetzlichen Festschreibung der Must-Carry-Verpflichtung für heimische Private bis hin zu höheren Förderungen. Als Vorzeige-Beispiel dafür nennt Gastinger die Schweiz. „Dort wurde jüngst eine 50prozentige Erhöhung der Subventionen im Zuge der Einführung der TV-Haushaltsabgabe jährlich 27 Millionen Franken sowie eine einmalige Sonderzahlung von 45 Millionen beschlossen. So viel reicher als Österreich ist die Schweiz auch nicht, aber sie scheint mehr Interesse an länderspezifischen Privatsendern zu haben, als das hierzulande offenbar der Fall ist. Das muss sich ändern.“

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