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Arbeitskosten stiegen in Österreich über EU-Schnitt

Österreich mit 46,30 Euro pro Stunde vor Deutschland auf Rang 5 im EU-Vergleich.
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Österreichs Privatwirtschaft hat mit 46,30 Euro pro Stunde die fünfthöchsten Arbeitskosten in der Europäischen Union. Im verarbeitenden Gewerbe sind es mit 51,30 Euro die dritthöchsten, im Dienstleistungssektor rangiert Österreich mit 44 Euro auf Rang 7. Im Schnitt betragen die Arbeitskosten in der EU 34,70 Euro, erhob das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der deutschen Hans-Böckler-Stiftung anhand der Daten aus dem Jahr 2025.

Deutschland, 2024 noch nahezu gleichauf mit Österreich, fiel mit 45,70 Euro auf den siebenten Rang zurück, dahinter folgt Frankreich. Angeführt wird das Ranking wie schon in den vergangenen Jahren von Luxemburg (56,20 Euro), Dänemark (53,30 Euro) und Belgien (49,70 Euro). Am günstigsten ist der Faktor Arbeit in Bulgarien mit 11,80 Euro.

Anstieg deutlich höher als in Deutschland und der EU

Der Anstieg bei den Arbeitskosten fiel in Österreich im Vorjahr mit 4,50 Prozent deutlich höher aus als in Deutschland mit 3,40 Prozent und auch höher als im EU-Schnitt mit 4,30 Prozent. Den größten Zuwachs gab es beim Schlusslicht Bulgarien mit 13,10 Prozent. Die viel kritisierten Lohnnebenkosten waren kein wesentlicher Treiber des Anstiegs, wie aus dem Bericht hervorgeht. In Österreich waren sie nur zu 0,90 Prozentpunkten für die Zunahme der Arbeitskosten verantwortlich, in den Niederlanden hingegen für 1,60 Prozentpunkte.

Bei den Lohnstückkosten, also den Arbeitskosten im Verhältnis zur Produktivität, verzeichnete Österreich in den Jahren 2023 bis 2025 mit 6,40 Prozent den stärksten Anstieg. Im EU-Schnitt gab es ein Plus von 4,50 Prozent, in Deutschland um 5,90 Prozent. Im Vorjahr verlangsamte sich das Wachstum wieder deutlich.

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