Zu Stellantis gehören unter anderem Fiat, Peugeot, Jeep udn Alfa Romeo.

© REUTERS/Massimo Pinca

Wirtschaft
06/10/2021

Anklage gegen Stellantis im Dieselskandal

Frankreich wirft den Marken Peugeot, Citroen und FCA Manipulation bei Abgaswerten vor.

In Frankreich mĂŒssen sich die Stellantis-Einheiten Peugeot, Citroen und FCA Unternehmensangaben zufolge wegen möglicher Manipulationen der Abgaswerte vor Gericht verantworten.

"Die Unternehmen sind der festen Überzeugung, dass ihre Emissionskontrollsysteme zu den relevanten Zeitpunkten alle geltenden Anforderungen erfĂŒllt haben und dies auch weiterhin tun", so der aus der französischen PSA-Gruppe und Fiat Chrysler fusionierte Autobauer am Mittwoch.

Das Gericht beschuldige Peugeot des Betrugs an Verbrauchern und habe das Unternehmen aufgefordert, 30 Millionen Euro an Sicherheitsleistungen fĂŒr mögliche EntschĂ€digungszahlungen zu hinterlegen. Auch die zwei weiteren Stellantis-Einheiten Citroen und FCA mĂŒssten im Rahmen des Prozesses vor Gericht aussagen.

Anklage auch gegen Renault

Am Dienstag wurde bereits der französische Autobauer Renault wegen angeblicher TĂ€uschung und Testmanipulation bei einigen seiner Ă€lteren Dieselfahrzeuge angeklagt. Das Unternehmen wies den Betrugsverdacht zurĂŒck.

Die betroffenen Renault- und Peugeot-Modelle wĂŒrden nach Angaben der französischen Staatsanwaltschaft die gesetzlichen Grenzwerte bei Stickoxid-Emissionen (NOx) um mehr als das Zehnfache ĂŒberschreiten.

Das im Jahr 2017 begonnene Ermittlungsverfahren konzentriert sich auf Ă€ltere Dieselfahrzeuge, die zwischen 2009 und 2015 in Frankreich verkauft wurden. Die Untersuchungen wurden im Jahr 2017 wegen angeblicher BetrĂŒgereien bei Abgastests durch Hersteller von Dieselfahrzeugen eingeleitet.

Seit dem Abgasskandal ("Dieselgate") von Volkswagen, der 2015 in den USA ans Licht gekommen war, sind mehrere europÀische Autobauer ins Visier der Behörden geraten.

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