Minister Martin Kocher (re.), KURIER-Redakteur Michael Bachner

© Kurier/Franz Gruber

Wirtschaft
09/17/2021

Alterung der Gesellschaft macht Fachkräftemangel "immer drängender"

Aufgrund der Demographie werden in den kommenden Jahren jährlich 20.000 bis 40.000 Arbeitskräfte fehlen, sagt Arbeitsminister Martin Kocher

von Michael Bachner

Abseits der Corona-Problematik bekräftigt Arbeitsminister Martin Kocher im KURIER-Talk seinen Willen nach Reform der Arbeitslosenversicherung. Aber nicht nur, Probleme gibt es ja genug: Von der steigenden Zahl an Langzeitarbeitslosen, über die Geringqualifizierten bis zum Arbeits- und Fachkräftemangel. Kocher: „Er ist eine Folge des sehr starken Aufschwungs und eine Folge der Demografie, die dazu führt, dass es weniger Zuwachs an Arbeitskräftepotenzial gibt.“

Es gebe  hier „kein Allheilmittel“, man müsse mehr Arbeitslose, Ältere und Frauen in Beschäftigung bringen und brauche „natürlich auch qualifizierten Zuzug aus Europa“, so Kocher. Ohne Lösung werde der „Fachkräftemangel immer drängender“, sagt der Minister voraus. Denn: Geburtenstarke Jahrgänge scheiden in den nächsten Jahren aus dem Erwerbsleben aus und jedes Jahr würden dann weitere 20.000 bis 40.000 Arbeitskräfte fehlen.

Dazu komme der internationale Wettbewerb um die Arbeitskräfte aus dem Osten. Hier ist vor allem die Konkurrenz mit Deutschland für heimische Betriebe eine große Herausforderung.

Was die Reform der Arbeitslosenversicherung angeht, sagt Kocher: „Jeder kennt Beispiele von Menschen, die arbeitslos geworden sind, die viele Bewerbungen schreiben und trotzdem keinen Job bekommen. Es kennt aber auch jeder Beispiele von Menschen, die schon relativ lange arbeitslos sind, daneben geringfügig beschäftigt sind, ein bisschen Schwarzarbeiten, ein bisschen das System ausnutzen  – die also Arbeitslosengeld beziehen, obwohl sie Vollzeit arbeiten könnten.“

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