Mit dem Aus des Baukonzerns Alpine wurde 2013 ein Negativrekord erreicht. Die Passiva von 3,5 Milliarden Euro laut KSV 1870 stellen alle bisherigen Pleiten in der Zweiten Republik in den Schatten.

© KURIER/Deutsch Gerhard

Insolvenzverfahren
11/28/2013

Alpine Holding: Forderungen auf 794 Millionen gestiegen

Für Alpine-Anleger gibt es derzeit nichts zu verteilen.

von Kid Möchel

Am nächsten Montag wird es im Insolvenzverfahren der Alpine Holding, Mutter der bankrotten Alpine Bau, spannend. Masseverwalter Karl Engelhart muss den Gläubigervertretern in der Prüfungstagsatzung katastrophale Zahlen vorlegen.

„Mit Stand Donnerstag wurden beim Konkursgericht Wien insgesamt 794 Millionen Euro Forderungen angemeldet, davon wurden bisher 186,8 Millionen Euro anerkannt“, sagt Engelhart im Gespräch mit dem KURIER. „Das sind im Wesentlichen Forderungen von Anleihe-Zeichnern.“

Mittlerweile haben schon 7468 Alpine-Anleger rund 217 Millionen ihrer Forderungen angemeldet. Insgesamt dürften aber mehr als 8000 Investoren von der Holding-Pleite betroffen sein. Die Holding hatte in den Jahren 2010, 2011 und 2012 drei Anleihe-Tranchen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 290 Millionen Euro emittiert. Die Anleger müssen jetzt sogar mit einem Totalverlust rechnen.

Haftungsansprüche aufgetaucht

Doch das Gros der Forderungen gegen die Alpine Holding stammt Banken und anderen Großgläubigern, die Haftungsansprüche geltend machen. „Es tauchten dabei Einzel-Forderungen zu angeblichen Haftungen mit einem Volumen in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro auf, die bisher nicht aktenkundig waren und bis ins Jahr 2006 zurückreichen“, sagt Engelhart. „Ob die stimmen, müssen wir erst prüfen, weil die Banken ihre Forderungen erst Anfang voriger Woche angemeldet haben.“ Diese Großgläubiger geben vor, dass die Holding gegenüber ihrer Tochter Alpine-Bau Haftungsverpflichtungen übernommen habe.

Unterm Strich bleibt nichts

Für das Insolvenzverfahren der Alpine Holding ist dieses gesamte Forderungsvolumen ein Desaster. „Ich habe 3400 Euro in der Massekasse“, bestätigt Engelhart. Die Barauslagen und Porto-Kosten trägt er in der Zwischenzeit aus der eigenen Tasche, von einer Honorierung seiner aufwendigen Tätigkeit ist er weit entfernt. Die Ebbe in der Kassa heißt für die fast 7500 Anleihe-Gläubiger derzeit nichts anderes als: Es ist nichts zu holen.

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