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Schuldenkrise
09/17/2012

"Aktienmärkte werden unterschätzt"

Trotz Schuldenkrise ist es unterm Strich seit Jahresbeginn deutlich nach oben gegangen.

von Robert Kleedorfer

Die Schuldenkrise in Europa hat in den vergangenen Monaten an den Aktienbörsen immer wieder für heftige Kursturbulenzen gesorgt. Unterm Strich ist es seit Jahresbeginn aber deutlich nach oben gegangen. Im Frankfurter DAX etwa um 24,5, im Wiener ATX um 13,6 Prozent.

"Die Entwicklung an den Aktienmärkten wird unterschätzt, sie ist besser, als die meisten glauben", sagt Bernhard Ramsauer, Chef der Österreich-Tochter der Deutschen Bank. "Bei den derzeit niedrigen Zinsen zahlt sich ein wenig mehr Risiko aus." Ramsauer spricht vom zehnfachen Ertrag. Es bedeute aber viel Überzeugungsarbeit, die Kunden für Investments in Aktien zu animieren. "Wir wollen die Kunden nicht in Risiken hineintreiben, aber aufklären." Über Investmentfonds oder Vermögensverwaltung könne zudem das Risiko minimiert werden.

EZB-Maßnahmen

Aus Sicht von Elke Speidel-Walz, Chefanlagestrategin bei der Deutschen Bank, beflügeln die geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank sowie der US-Notenbank und wirtschaftspolitische Maßnahmen in China die Aktienmärkte. "Das neue Anleihe-Kaufprogramm der EZB gibt den Ländern bis zu drei Jahren Zeit, notwendige Reformen durchzuführen", sagt Spiedel-Walz. Die Probleme müssten aber die Länder selbst lösen.

Die Deutsche Bank rät auf der Aktienseite zu deutschen, exportorientierten Unternehmen und Aktien aus den USA und zu Titeln aus den Emerging Markets. "Der Schwerpunkt liegt auf global tätigen Unternehmen mit robustem Businessmodell" sagt Andreas Diesner, Chief Investment Officer der Deutschen Bank in Wien. Aktien seien trotz der Kursaufschläge der vergangenen Wochen deutlich moderater bewertet als im langfristigen historischen Durchschnitt, insbesondere innerhalb der Eurozone.

Laut der Deutschen Bank bieten Aktien gegenüber Anleihen einen deutlichen Renditevorteil. "Mit Unternehmensanleihen wurde schon sehr viel verdient", sagt Diesner. Er rechnet nicht mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung. Bessere Renditen gebe es bei Anleihen aus den Emerging Markets-Ländern.

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