Immer mehr Praktikanten werden ausgebeutet

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Foto: lassedesignen, fotolia Praktika sind gerade bei Studenten beliebt - dabei verdienen diese oftmals aber weniger als das kollektivvertragliche Mindestgehalt, kritisiert die AK.

Auch wenn das "Etikett Praktikum" draufklebe, sei oft ein Vollzeit-Job auf Zeit drin, schlägt die AK Alarm.

Praktikanten werden oftmals als billige Arbeitskräfte angesehen. Genau das stößt Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske sauer auf: "Firmen inserieren unverhohlen normale Arbeitsverhältnisse, in denen volle Arbeitsleistung gefordert wird, als 'Praktikum', und das zu einem Hungerlohn unter den Mindestgehaltsvorschriften. Solche Ausbeutungsmodelle sind nicht hinzunehmen."

Auch wenn das "Etikett Praktikum" draufklebe, müsse in diesen Fällen jedenfalls das kollektivvertragliche Mindestgehalt gezahlt werden, ist Kaske, der sich durch Jobbörsen im Internet gearbeitet hat, erbost.

Besonders Kreativwirtschaft betroffen

Rudolf Kaske Foto: KURIER/Jeff Mangione AK-Präsident Rudolf Kaske Besonders anfällig für derartigen Missbrauch seien gewisse Bereiche der Kreativwirtschaft zu sein. So definiert etwa eine Werbe- und PR-Agentur ein "Praktikum" für Grafik als "definitiv kein Nine to five-Job für Kaffeeholer und Aktenableger" und bietet dafür deutlich unter kollektivvertragliche 800 Euro.

Aber auch große und renommierte Unternehmen könnten nicht widerstehen: "Eine Hotelkette sucht einen Praktikanten für Onlinemarketing und Content-Management, gesteht aber offen ein, dass es sich um einen 'normalen Arbeitsvertrag' handelt und bietet für 40 Wochenstunden ein Monatsbrutto von 800 Euro", so Kaske.

(apa / dw) Erstellt am
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