Wirtschaft
15.08.2017

Air Berlin: Ausfälle und Verspätungen verärgern Passagiere

Lokalaugenschein am Flughafen Wien-Schwechat.

Ob Rapper Bushido oder Showmaster Frank Elstner – zwei Prominente als Beispiele für zigtausende Betroffene, die sich als Air Berlin-Kunden in den vergangenen Monaten über große Verspätungen, Flugausfälle oder verlorene Koffer beschwerten. Seit der Umstellung vieler Destinationen von Air Berlin auf Niki und einer neuen Abfertigungsfirma auf den deutschen Flughäfen machte der Airline neben der ohnehin schon angespannten Finanzlage das tägliche Geschäft zu schaffen. Die Folge waren deutlich rückgängige Fluggastzahlen, wiewohl ein Teil davon auf die verkleinerte Flotte zurückzuführen ist. Air Berlin gelobte Besserung und versprach höhere Entschädigungen, als eigentlich gesetzlich vorgesehen.

Situation in Schwechat

Um ihre Entschädigung machten sich auch einige Passagiere am Dienstag in Wien-Schwechat Sorgen. Kurz nach Bekanntwerden der Pleite hob ein Air Berlin Flieger im Niki-Gewand Richtung Ibiza ab.

Bangen um Entschädigung

Mit an Bord das Paar Hanni und Felix, das um sein Geld bangt: "Unser Rückflug wurde schon im Vorfeld einen Tag nach hinten geschoben. Eigentlich ist das kein Problem, weil Air Berlin die zusätzlichen Hotelkosten zahlen wollte. Aber jetzt haben wir natürlich Angst, dass wir auf den Kosten sitzen bleiben. Aber was sollen wir tun? Wir fliegen trotzdem und hoffen, es geht alles gut."

Auch andere Fluggäste, mit denen der KURIER sprach, machten sich vorerst keine Sorgen, dass der Rückflug ausfällt.

"Schon mehr Verspätungen als Flüge"

Vom Air Berlin-Kummer geplagt waren dagegen Andreas S. und Holger F. Beide müssen seit drei Monaten mit Air Berlin nach Ibiza pendeln. "Ich hab’ keine Angst, dass wir nicht mehr zurück kommen. Irgendwie wird das schon weiter gehen. Aber die Fluglinie ist trotzdem ein Witz", sagte Andreas S. Nachsatz seines Kollegen: "Mittlerweile erwartet man gar nicht mehr, dass bei AirBerlin alles reibungslos hinhaut. Da gibt es ja schon mehr Verspätungen als Flugzeuge", scherzte Holger F.

Das Personal am Check-in wollte oder durfte sich nicht zu den Negativ-Schlagzeilen äußern.