Wirtschaft
09.05.2017

Agrana startet nun in Indien durch

Konzern hat ein Fruchtverarbeitungswerk im Westen Indiens angekauft. In China und Südkorea wurden bereits Produktionsstätten eröffnet.

Der börsennotierte Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana verstärkt seine Asien-Aktivitäten. Nach der bereits erfolgten Eröffnung von Produktionsstätten in China und Südkorea erfolgt nun der Einstieg in Indien: Dort übernimmt das österreichische Unternehmen eigenen Angaben vom Dienstag zufolge ein Fruchtverarbeitungswerk von der indischen Saikrupa Fruit Processing Pvt. Ltd.

Nahe am Obst

Die firmenrechtliche Gründung der Agrana Fruit India Private Ltd. wurde bereits im September des Vorjahres durchgezogen. Die indische Produktionsstätte befinde sich "in unmittelbarer Nähe zu strategisch wichtigen Rohstoffen wie Mangos, Erdbeeren, Granatäpfeln und Guaven". Parallel zur Übernahme der Anlagen in Westindien hat der Konzern ein Labor für Forschung & Entwicklung sowie ein Verwaltungsbüro im 50 Kilometer entfernten Pune eröffnet.

"Expansion im Wachstumsmarkt Asien"

"Dieser erste Einstieg in Indien mit dem Erwerb des Fruchtverarbeitungswerkes ist ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen unserer Expansion im Wachstumsmarkt Asien", betonte Agarana-Vorstandschef Johann Marihart. Gerade im Schwellenland Indien sehe er durch die steigende Kaufkraft und Veränderungen im Konsumentenverhalten gute Chancen für die Produkte seines Konzerns.

Mehr als 50 Produktionsstandorte weltweit

Mit Fruchtzubereitungen, die Agrana an 26 Standorten in 20 Ländern herstellt, beliefert das österreichische Unternehmen nicht nur die weiterverarbeitende Industrie, sondern auch Quick-Service-Restaurants und Food-Service-Betriebe. Insgesamt verfügt der Konzern über mehr als 50 Produktionsstandorte weltweit.

Rund 8.600 Mitarbeiter erzielen dort einen Gesamtumsatz von etwa 2,5 Mrd. Euro. Agrana ist laut Eigenangaben Weltmarktführer bei Fruchtzubereitungen und der bedeutendste Hersteller von Furchtsaftkonzentraten in Europa.