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Wirtschaft
02/27/2021

Ab Montag gilt neues Energielabel für Haushaltsgeräte

Energieeffizienz künftig mit A bis G gekennzeichnet. AK: Auf alten Geräten kann noch altes "Pickerl" kleben

Aus A+++ kann C werden. Alles klar? Ab kommenden Montag 1. März gelten neue, EU-weite Energielabel für elektronische Geräte. Die Energieeffizienzklassen von Kühlschränken, Waschmaschinen & Co werden dann nur noch mit Buchstaben von A bis G gekennzeichnet. Das neue EU-Energielabel macht Schluss mit den Pluszeichen, die bisher hinter den Buchstaben standen. Damit soll die Kennzeichnung einfacher und transparenter werden. Die Energieklasse sei für Konsumenten einer der Top-Gründe für die Kaufentscheidung, so Vertreter des Forum Hausgeräte.

Übergangsfrist im Handel

Für den Handel gibt es eine Übergangsfrist von etwa zwei Wochen. Mit dem neuen Label werde das Verständnis noch einfacher werden, sagt  Alfred Janovsky, Geschäftsführer Electrolux und Vorstandsvorsitzender Forum Hausgeräte (FHG). Zu finden ist das neue Label zunächst auf Kühl- und Gefrierschränken, Waschmaschinen und Waschtrocknern, Geschirrspülern, Fernsehern und elektronischen Displays, ab September auch bei anderen Lichtquellen.

Für Produktgruppen wie Klimageräte, Heizung und Warmwasserbereitung sollen die neuen Labels zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt werden. Die Energieklassen für Haushaltsgroßgeräte gibt es seit Mitte der 1990er-Jahre. Ein wichtiger Grund für die Reform ist die technologische Entwicklung hin zu effizienteren Geräten. Bei der Wäschepflege beispielsweise seien derzeit rund 90 Prozent der Geräte in der besten Klasse, hieß es heute.

Eine direkte Umrechnungsmethode zu den neuen Effizienzklassen gebe es nicht, so Michael Mehnert, Geschäftsführer BSH Österreich und FHG-Vorstandsmitglied. Der tatsächliche Energieverbrauch der Geräte ändere sich nicht. "Lediglich die Skalierung wird sich sichtbar für den Konsumenten verändern." In der Klasse A wurde Platz für Innovationen und energieeffizientere Modelle gelassen. Was sich ändert, ist die Messmethode. Sie wurde an die veränderten Gewohnheiten angepasst, beispielsweise bei der Beladung eines Geschirrspülers. Es könne etwa künftig ein Gerät, das bisher mit A+++ ausgeschildert ist, mit "C" eingestuft sein. Eine generelle Regel dafür gebe es nicht, das hänge vom jeweiligen Gerät ab.

Kundenverwirrung

Die Arbeiterkammer (AK) fürchtet eine Verwirrung der Konsumenten, weil die alten Lagerbestände mit alten Labels noch bis November 2021 verkauft werden dürfen.  „Es ist positiv, dass es ein neues Energielabel gibt. Es ist einfacher verständlich, klarer strukturiert und besser vergleichbar“, sagt AK Konsumentenschützerin Nina Tröger.  Die zwei Energielabel könnten aber verwirren, da die neuen Energieeffizienzklassen anders bewertet und daher nicht vergleichbar sind.  

 

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