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Wirtschaft
02/25/2021

Kälte dämpfte Stromverbrauch zuletzt stärker als Corona-Lockdown

Wie bereits im zweiten Lockdown sei auch im dritten der Einfluss der Corona-Maßnahmen auf die Stromlast geringer.

Der Stromverbrauch in Österreich ist zuletzt stärker durch das kalte Winterwetter als durch den dritten Corona-Lockdown gedämpft worden. Das ergibt sich aus Vergleichen, die der Übertragungsnetzbetreiber APG mit dem Herunterfahren der Wirtschaft im Frühjahr und Herbst angestellt hat. Wie bereits im zweiten Lockdown sei auch im dritten der Einfluss der Corona-Maßnahmen auf die Stromlast geringer.

Mitte Februar lag der Stromverbrauch mit minus zwei Prozent bzw. 1.361 Gigawattstunden (GWh) nur leicht unter dem Durchschnitt von 2017 bis 2019 (1.393 GWh). "Das zeigt, dass die Kälte der vergangenen Wochen der wesentliche Einflussfaktor auf die Entwicklung der Stromlast ist", erklärte die APA am Donnerstag.

Die niedrigen Temperaturen in der ersten Februar-Hälfte und der damit einhergehende höhere Energiebedarf, etwa durch Heizungen, hätten erheblich zum Anstieg des Stromverbrauchs im Vergleich zu den Vormonaten in Österreich beigetragen, so die Austrian Power Grid (APG) in einer Aussendung. Die aktuellen Öffnungsschritte aus dem dritten Lockdown hätten eher geringe Effekte auf den Stromverbrauch.

Ähnlich sei das Bild der Stabilisierung bzw. Temperaturabhängigkeit des Stromverbrauchs auf leicht niedrigem Niveau auch in Europa. So sei der Stromverbrauch in Deutschland trotz anhaltenden Lockdowns in der vorvorigen Woche (KW 6) genau auf dem Durchschnitts-Niveau der Jahre vor der Pandemie gelegen.

Österreich war im Jänner ein Stromimportland. Der Spitzenwert lag laut APG am 11. Jänner bei 84 GWh, wobei Ende Jänner mit einer GWh der geringste Import des Monats vorlag. Grund für den erhöhten Einfuhrbedarf sei die in den Wintermonaten geringere Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren. Die Differenz zwischen dem Verbrauch und der Erneuerbaren-Erzeugung müsse mit Speicherkraftwerken, thermischer Stromerzeugung sowie Importen ausgeglichen werden, so die APG. Im Jänner habe die APG wegen fehlender Netzkapazitäten an 22 Tagen zu Redispatch-Maßnahmen greifen müssen.

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