Gaspipeline mit aufgemalter Flagge Pakistan.

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Minerölkonzern
12/06/2013

Ab 2014 strömt mehr Gas aus Pakistan zur OMV

Die beiden Gasfelder Latif und Mehar sollen umgerechnet 10.500 Fass pro Tag liefern.

Ab 2014 werden zwei pakistanische Gasfelder stärker zur OMV-Produktion beitragen. Aus den beiden Feldern Latif und Mehar werden ab dem nächsten Jahr 10.500 Fass Öläquivalent (boe) pro Tag zur OMV strömen, teilte der teilstaatliche börsennotierte Mineralölkonzern am Freitag mit.

Beim Latif Gasfeld, an dem die OMV einen Anteil von 33,34 Prozent hält, soll sich die Netto-Fördermenge auf 6200 boe/Tag verdoppeln und bei Mehar, wo die OMV 59,2 Prozent hält, soll die Produktion noch vor Jahresende beginnen und kommendes Jahr 4300 boe/Tag erreichen, heißt es in einer Aussendung.

Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2013 hat der OMV-Konzern insgesamt im Schnitt knapp 300.000 Fass pro Tag an Öl und Gas gefördert.

Welt-Energiehunger hängt auf Jahrzehnte an Öl, Kohle und Gas

Erneuerbare Energiequellen werden global laut einer Studie noch jahrzehntelang ein Nischendasein fristen. Die stark geförderten regenerativen Energieformen Wind, Sonne, Wasser und Biomasse werden weltweit in den nächsten 20 Jahren kaum an Bedeutung gewinnen. Erdöl, Kohle und Erdgas bleiben das Maß der Dinge. Zudem wird in tiefem Gestein gebundenes Öl und Gas immer bedeutender.

Das sind Ergebnisse der am Donnerstag vorgelegten Energiestudie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover. Die globalen Statistiken der Bundesbehörde stammen aus dem Jahr 2012. Ihnen zufolge wird auch die umstrittene Atomkraft bei der Befriedigung des globalen Energiehungers weiter wachsen. Deutschland bildet mit seiner Abkehr von der Kernenergie eine Ausnahme, trotzdem werden fossile Energieträger noch lange die Richtung vorgeben.

Anders als in Deutschland sind Wind- und Sonnenkraft weltweit praktisch unsichtbar, nur Biomasse und Wasserkraft spielen schon eine sichtbare Nebenrolle, haben aber auch nur ähnliche Wachstumsprognosen wie die fossilen Energieträger. Die Studie betont, dass nur Erdöl als einziger nicht-erneuerbarer Energierohstoff absehbar zur Neige gehe.

Die in tiefem Gestein gebundenen Vorkommen, sogenanntes Schieferöl und Schiefergas, sorgten zusammen mit Ölsanden als neue Quellen für Aufschub. Das zögere die Endlichkeit des Erdöls aber nur hinaus. Wann das Öl spürbar knapp wird, sei unklar, erklärte BGR-Experte Harald Andruleit. Es gebe in der Forschung derzeit keinen Konsens.

"Die Zeit des billigen Öls ist vorbei."

Eines aber sei klar: "Die Zeit des billigen Öls ist vorbei." Vorhersagen zu Preisen, auch für die des Sprits an der Tankstelle, seien aber schwierig. So habe die Wissenschaft früher angenommen, dass eine Ölgewinnung aus Schieferschichten nicht wirtschaftlich sei. Heute sei diese Vorstellung überholt. "Und ohne die neue Technik wären die Preise schon heute anders", sagte Experte Andruleit.

Die USA haben laut der Studie mit der Schiefergasförderung ihre Erdgasimporte in den letzten Jahren um fast ein Drittel reduziert und könnten in absehbarer Zeit sogar zum Exporteur werden. Auch beim Öl, das die USA mit der neuen Schieferförderung gewinne, sei der Effekt wegen der freiwerdenden Mengen sogar auf dem Öl-Weltmarkt spürbar.

Auch Deutschland könnte zu einem Profiteur werden, denn Europas Becken mit möglichem Schieferöl- und Schiefergasvorkommen erstrecken sich zu einem größeren Teil über Norddeutschland. Die Fördermethode, das sogenannte Fracking, steht hierzulande aber in der Kritik. Bei der Technik wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in große Tiefen gepresst, um an den Rohstoff zu kommen. Kritiker fürchten etwa ums Trinkwasser. Die beiden deutschen Regierungsparteien Union und SPD haben sich darauf verständigt, dass diese Art der Förderung in Deutschland vorerst nicht genehmigt werden soll. Es herrscht damit weiter ein Moratorium, kein Verbot.

Die kommerzielle Schiefergasförderung außerhalb der USA könnte laut der Studie "in den nächsten Jahren" in Argentinien, Australien, Russland und China starten. Im europäischen Raum stünden die Ukraine und Großbritannien schon in den Startlöchern.

Auch ein weiterer Wunsch der Verfechter sauberer, nachhaltiger Energie rückt in die Ferne: Trotz der Atomkatastrophe in Japan boomt die Kernenergie weiter ungebrochen. Ende 2012 waren in 14 Ländern 68 Kernkraftwerke im Bau und 110 in der Planung oder Genehmigung.

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