Wirtschaft
05.12.2011

1,65 Mrd.: Frisches Geld für Österreich

Die Republik hat zwei Bundesanleihen aufgestockt und sich so 1,65 Milliarden Euro frisches Kapital geholt. Die Nachfrage war gut.

Die Republik Österreich hat am Dienstag über die internationalen Kapitalmärkte wie geplant erneut 1,65 Mrd. Euro frisches Kapital aufgenommen. Aufgestockt wurden in einem Auktionsverfahren zwei Bundesanleihen, nämlich die mit nominal 3,80 Prozent verzinste Emission 2003-2013 um 880 Mio. Euro (Restlaufzeit von knapp zweieinhalb Jahren) und die mit 3,65 Prozent verzinste Anleihe 2011-2022 um 770 Mio. Euro (Restlaufzeit von fast elf Jahren). Bei der letzten Auktion Anfang Juni betrug das Neuemissionsvolumen 1,6 Mrd. Euro.

Die Nachfrage nach den Papieren war sehr gut, sagte Christian Schreckeis von der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA). Die bis 2022 laufende Bundesanleihe wurde mit Geboten von 1,543 Mrd. Euro 2,2 mal überzeichnet. Das Gesamtvolumen erhöhte sich durch die aktuelle Aufstockung auf 7,114 Mrd. Euro. Die akzeptierte Durchschnittsrendite beträgt 3,528 Prozent.

Die bis 2013 laufenden Anleihe war mit Angeboten im Ausmaß von 1,82 Mrd. Euro laut Bundesfinanzierungsagentur 2,3 mal überzeichnet. Das Gesamtvolumen erhöhte sich auf 13,112 Mrd. Euro. Die akzeptierte Durchschnittsrendite beträgt 1,792 Prozent.

Inklusive der erfolgten Neuaufnahme hat die Republik heuer bereits rund 10,5 Mrd. Euro in Form von Bundesanleihen emittiert. Für das Gesamtjahr 2011 ist ein Anleihevolumen von 16 bis 19 Mrd. Euro geplant. Das bedeutet gegenüber 2010 (22 Mrd. Euro) einen Rückgang um bis zu einem Viertel. Mit zusätzlichen Finanzierungsinstrumenten wie Schatzscheinen oder Privatplatzierungen will die ÖBFA auf eine Gesamtemissionssumme von 22 bis 25 Mrd. Euro kommen, gegenüber rund 27 Mrd. Euro im Jahr 2010. Insgesamt hatte Österreich per 31. März 2011 Finanzschulden in Höhe von 176,8 Mrd. Euro, davon entfielen rund 151,7 Mrd. auf Euro-Emissionen und 2,9 Mrd. Euro auf Anleihen in Fremdwährungen.