Zu den wichtigsten Hausmitteln gehört Schlaf, damit das Immunsystem regenerieren kann. Die Raumtemperatur sollte nicht zu hoch sein, weil so der Schlaf tiefer ist.

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Wie man sich schlechten Schlaf abgewöhnt
05/16/2016

Wie man sich schlechten Schlaf abgewöhnt

Medikamente müssen nicht sein. Die besten Alternativen zur warmen Milch vor dem Schlafengehen.

von Laila Daneshmandi

Kreisende Gedanken, innere Anspannung, offene Konflikte oder Sorgen: Wer sich nachts stundenlang im Bett wälzt und nicht zur Ruhe findet, verschafft sich letztendlich oft mit Medikamenten Abhilfe. Doch es gibt zahlreiche Alternativen zur klassischen Schlaftablette.

In der Naturapotheke hat sich die Kombination aus Baldrian, Melisse und Passionsblume bewährt. Die beiden letzteren dienen der Beruhigung und dem Lösen innerer Anspannung. Die Baldrianwurzel hilft, die Einschlafzeit zu verkürzen und beeinflusst die Schlaftiefe positiv.

Musiktherapie

Einen anderen Ansatz bietet die Musiktherapie. So hat etwa Joe Meixner mit seiner "Piano Medicine" Musik komponiert, die den Herzrhythmus mit 60 Tastenschlägen pro Minute und einem Gleichgewicht aus Dur- und Moll-Tönen in einen Ruhezustand führt (www.pianomedicine.com). In dieselbe Kerbe schlägt die Sanoson MusikMedizin – an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität wurde sogar ein Kopfkissen mit integrierten Lautsprechern entwickelt, das spezielle, schlafwirksame Musikprogramme abspielt (www.sanoson.at). Die heilsame Wirkung von Musik auf die Herzratenvariabilität konnte schon in einigen Versuchen nachgewiesen werden.

Schlafcoaching

Hilft das nicht, führt der nächste Weg zum Schlafcoaching – an der MedUni Wien gibt es neuerdings eine eigene Fortbildung dafür (www.schlafcoaching.org). Hier nimmt man sich Zeit, individuell herauszufinden, was die Schlafstörungen auslöst. Leiterin Brigitte Holzinger umreißt die vier Grundpfeiler des Coachings: "Zunächst entwickelt man im Rahmen der Gestalttherapie gemeinsam Strategien, was getan werden sollte." Zweitens erfahren Schlaflose die wichtigsten Infos rund um den Schlaf – welche Phasen es gibt, warum wir schlafen oder wie Licht und Blaulicht den Schlaf beeinflussen. Dann geht es an das Schlaftraining: "Man hat es sich angewöhnt, schlecht zu schlafen – man kann es sich auch wieder abgewöhnen." Letzte Säule des Coachings ist das Erlernen von Entspannungsmethoden bis hin zur medizinischen Hypnose.

Doch Holzinger betont: "Wir machen keine Therapie, es ist ein Coaching." Führt das nicht zum Erfolg oder gibt es Hinweise auf körperliche Ursachen, müssen diese abgeklärt werden und es geht ins Schlaflabor.

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