Wellness
26.07.2018

Wärmflasche und Co.: 9 Tipps für guten Schlaf bei großer Hitze

Temperaturen von 30 Grad und mehr machen den Schlaf nicht immer einfach. Die besten Tipps für die Nacht.

Der Sommer hat uns voll im Griff. So weit, so schön. Während man sich tagsüber am Pool, im Freibad oder am Badesee abkühlen kann, ist man der Hitze in der Nacht hilflos ausgeliefert. Wir haben Tipps gesammelt, die im Sommer gegen schlaflose Nächte helfen.

1. Erfrischende Dusche

Es mag zwar reichlich Überwindung kosten, eine erfrischende Dusche vor dem Zubettgehen kann jedoch Wunder wirken. Das Wasser kühlt den Körper binnen Sekunden ab. Achtung: Lieber kühl/lauwarm statt eiskalt brausen, sonst reagiert der Körper aufgrund des Temperaturschocks über und heizt den Körper umso schneller wieder auf. Außerdem sollte man sich nicht ganz abtrocknen. Im Bett verdunstet dann das restliche Wasser auf der Haut und entzieht dem Körper Wärme.

2. Kühle Bettbegleiter

Wenn nichts mehr hilft, kann man die Wärmflasche zur "Kaltflasche" umfunktionieren. Eine Plastikflasche gefüllt mit kaltem Wasser kann ebenfalls hitzetechnische Linderung verschaffen. Bei Coolpacks sollte man hingegen vorsichtig sein. Die können an der nackten Haut kleben bleiben und unschöne Hautverletzungen verursachen. Über die empfindlichen Sensoren der Fußsohle setzt sich Kühlung besonders gut in den Körper fort. Eine im Eisfach gut gekühlte und in ein dünnes Tuch gewickelte Wasserflasche ans Bettende und darauf die Fußsohlen legen kühlt den ganzen Körper.

Kühlende Matratzenauflagen können ebenfalls Abhilfe verschaffen. Sie verfügen über ein eingearbeitetes Gel, das bis zu zwei Stunden kühlt und können zusätzlich zuvor in den Kühlschrank gelegt werden. Die Auflagen gibt es von unterschiedlichen Herstellern – sie funktionieren ohne Strom und sind geräuschlos (mehr dazu hier).

3. Pyjama ins Gefrierfach

Pyjama in einen Plastikbeutel geben, ins Gefrierfach verfrachten, 15 Minuten warten, anziehen – fertig. Wer mit Pyjama schläft, sollte außerdem zu einem leichten Material greifen.

4. Baumwolle bevorzugen

Ein Pyjama aus Baumwolle ist im Hochsommer eine wahre Wohltat. Während sich Hitze und Schweiß unter Textilien wie Seide oder Polyester stauen, hinterlässt atmungsaktive Baumwolle ein kühleres Gefühl auf der Haut. Auch bei größter Hitze sollte zumindest ein Leintuch verwendet werden, sonst kühlt der Körper zu sehr aus.

5. Lieber nicht nackt

Nackt schlafen kann – auch wenn es bei diesen Temperaturen schwer zu glauben ist – Erkältungen begünstigen. In der Nacht schwitzt man etwa einen halben Liter Flüssigkeit aus. Die dadurch feucht benetzte Haut sorgt für zu viel Abkühlung.

6. Ortswechsel

Während man im Sommer in Wohnungen meist in allen Zimmern eine ähnliche Temperatur hat, kann in Einfamilienhäusern ein Ortswechsel beim Schlafen helfen, beispielsweise in einen ausgebauten Keller. Die Nacht im Garten oder am Balkon zu verbringen, ist auch eine Alternative, aber nicht jedermanns Sache. Außerdem eignen sich Gartenmöbel nur bedingt als Bett. Sie können zu Rückenschmerzen führen.

7. Richtig lüften

Die meisten Hitzeprofis machen es ohnehin: Lüften am besten nur zeitig in der Früh oder spät abends. Wenn es nachts abkühlt, dann lohnt es sich auch, das Fenster über Nacht offen zu lassen. Untertags bleiben die Fenster sowie Vorhänge und/oder Jalousien zu (mehr dazu hier).

8. Ventilator

Ein Ventilator neben dem Bett fühlt sich anfangs vielleicht gut an. Auf Dauer kann der Luftzug aber zu schmerzhaften Verspannungen führen. Ventilatoren sind nur zeitlich begrenzt empfehlenswert, etwa mit Sleep-Funktion.

9. Geräte

Wer im Schlafzimmer elektronische Geräte wie Fernseher oder Computer hortet, sollte diese über die Nacht in den Standby-Modus versetzen – noch besser ist, sie ganz abzuschalten beziehungsweise außerhalb des Schlafzimmers unterzubringen. Denn: Die Geräte heizen den Raum zusätzlich auf.