"Besser" als TikTok & Co.? Diese App will Social Media radikal verändern
Die europäische Social-Media-App Wedium positioniert sich als Alternative zu TikTok und Instagram und stellt den Jugendschutz in den Mittelpunkt. Was kann die neue App? (Symbolbild)
Das angekündigte Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren in Österreich steht kurz vor der Präsentation. Offen bleiben noch die technische Umsetzbarkeit und die rechtlichen Rahmenbedingungen.
Als Reaktion auf die Herausforderungen bestehender Plattformen wie TikTok, Instagram oder Facebook hat ein Berliner Unternehmen die gleichnamige Social-Media-Plattform Wedium entwickelt. Die europäische Kurzvideoplattform verspricht "spannende Inhalte ohne Fake-News und Bots."
Europäische Social-Media-Alternative Wedium
Die Gründer der App – darunter Geschäftsführer und technische Leiter Andreas Hacker, gebürtiger Tiroler – betonten auf ihrer Webseite, "keine Milliardäre" oder "Tech-Bros" zu sein. Hinter der Plattform stehen Eltern, Programmierer, Medienexperten, Unternehmer und Angestellte, die ein wirklich soziales Netzwerk aufbauen wollen, das unabhängig von US-amerikanischen und chinesischen Technologie-Konzernen agiert.
Die Richtlinien der App orientieren sich an europäischen Datenschutz‑ und Demokratiestandards und sollen ein sicheres Umfeld für Heranwachsende schaffen. Wedium möchte Desinformationen, manipulierte Inhalte, Cybermobbing, unrealistische und unerreichbare Standards sowie süchtig machende Algorithmen vermeiden. Ziel ist es, junge Menschen vor den negativen Auswirkungen wie psychischen Belastungen oder Suchtverhalten durch Social‑Media‑Nutzung zu schützen.
Geplante Funktionen von Wedium:
Eingebauter Jugendschutz
Verpflichtende Identitätsprüfung
Maßnahmen gegen Falschinformationen
Einhaltung europäischer Datenschutz‑ und Demokratiestandards
Ausbalancierter Algorithmus
"Gesunde" Algorithmen und Jugendschutz
Die Algorithmen sind zwar an die Interessen der Nutzenden angepasst, forcieren aber keine exzessiven Interaktionen oder künstlich verlängerte Verweildauer. Nach Angaben der Betreiber der App lässt man sich von einem Ethikrat beraten, dem unter anderem auch eine Jugendschutzexpertin angehört. Beiträge können nur von verifizierten Personen veröffentlicht werden. Nicht verifizierte Nutzer können Inhalte lediglich konsumieren.
Zudem ist eine transparente Monetarisierung vorgesehen: Ein Teil der Werbeeinnahmen wird den Usern zur Verfügung gestellt, wie das Unternehmen mitteilt.
Vollstart der App für Juli 2026 geplant
Die Beta-Version der App ging am 25. März an den Start, der reguläre Vollstart ist für Juli geplant. Dafür kann man sich auf eine Warteliste setzen lassen. Wedium positioniert sich als europäische Social-Media-Alternative, die soziale Interaktion in den Mittelpunkt stellt, gleichzeitig aber den Schutz junger Menschen priorisiert.
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