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Tesla-Fahrerin schläft bei 100 km/h – zwei Kinder sind mit im Auto

Eine Tesla-Fahrerin soll auf dem Highway 1 in British Columbia bei rund 100 km/h am Steuer eingeschlafen sein.
Weißer Tesla fährt bei Dämmerung auf einer Straße vorbei.

Ein Video sorgt derzeit in den sozialen Medien für Aufsehen: Darauf ist eine Frau zu sehen, die während der Fahrt am Steuer eines Teslas bei rund 100 Kilometern pro Stunde offenbar schläft und dabei voll und ganz auf den Fahrassistenten des Fahrzeugs zu vertrauen scheint.

Fahrerin eingeschlafen: Offenbar zwei Kinder mit im Auto

Der kurze Clip stammt von Carleigh King, die an der Frau auf dem Trans-Canada-Highway in der kanadischen Provinz British Columbia vorbeifuhr und die ungewöhnliche Szene vom Rücksitz eines Pickups aus mit der Kamera festhielt. Die Aufnahme veröffentlichte sie am 5. Juli auf Facebook und schrieb dazu: „Es ist absolut unfassbar, was wir gerade auf dem Highway 1 zwischen Golden und Revelstoke mit ansehen mussten. Bei 100 km/h, an einem stark befahrenen Sommersonntag und mit zwei Kindern im Auto – schockierend und erschreckend.“

Frau scheint sich auf Autopilot verlassen zu haben

Während das aktivierte Fahrassistenzsystem des Teslas das Fahrzeug lenkte, saß die Fahrerin mit deutlich zur Seite geneigtem Kopf und großer Sonnenbrille offenbar schlafend am Steuer. Zwar übernimmt der Autopilot bestimmte Fahraufgaben wie das Halten der Spur, das Einhalten des Abstands oder das Bremsen, dennoch muss die Person am Steuer jederzeit aufmerksam bleiben und jederzeit eingreifen können. 

Sonnenbrille hat wohl Kontrollsystem getäuscht

Grundsätzlich überprüft das System mithilfe der Innenraumkamera, ob der Fahrzeuglenker fokussiert bleibt. Die große Sonnenbrille könnte die Kontrolle jedoch offenbar beeinträchtigt haben. Das zumindest vermutet Fred Lambert, Chefredakteur des Fachmediums für Elektromobilität Electrek: „Genau darin liegt das Problem: Sind die Augen verdeckt, kann die Kamera nicht überprüfen, ob die Fahrerin aufmerksam ist. Deshalb greift das System auf die ältere Methode zurück, bei der regelmäßig ein Drehmoment am Lenkrad erkannt werden muss.“ 

Diese Methode sei allerdings ein deutlich schwächeres Sicherheitsmerkmal: „Sie bestätigt weder, dass der Fahrer wach ist, noch dass er auf die Straße schaut; sie stellt lediglich fest, dass eine Kraft auf das Lenkrad wirkt. Eine zusammengesunkene Körperhaltung, ein abgestützter Arm oder ein ständiges, aber nicht zielführendes Lenken können dafür ausreichen“, erklärt der Experte. Ob die Fahrerin diese Einschränkung des Systems bewusst ausgenutzt hat, ist nicht bekannt.

Welche Konsequenzen der Tesla-Fahrerin drohen könnten, ist noch offen. Die Polizei in British Columbia hat nach dem Vorfall die Ermittlungen aufgenommen. 

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