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"Das ist doch KI?": Wolke in Regenbogenfarben sorgt für Aufsehen

Spektakuläre "Regenbogenwolken" über Indonesien und China sorgen für Staunen und Zweifel im Netz. Was steckt dahinter?
Eine große Wolke mit leuchtenden Regenbogenfarben am Himmel vor blauem Hintergrund.

Schon Anfang Mai sorgten Aufnahmen eines spektakulären Himmelsphänomens für Aufsehen: Über Jakarta in Indonesien erschien eine riesige Wolke, die in allen Farben des Regenbogens leuchtete. Nun zeigte sich die "Regenbogenwolke" auch über China.

Videos des ungewöhnlichen Naturschauspiels verbreiteten sich rasch im Netz und lösten bei manchen Nutzern sogar Zweifel aus: "Das ist doch wieder KI?", heißt es etwa auf TikTok.

Videos gehen viral

Zahlreiche Beobachter machten Fotos und Videos der bunt schimmernden Wolke und teilten diese in den sozialen Medien. So auch TikTok-Userin @sipa5402, deren kurzer Clip bereits mehr als 59 Millionen Aufrufe verzeichnet. Auch in China beobachteten in den vergangenen Tagen mehrere Menschen das seltene Farbenspiel, wie RTL berichtet. 

Wie entstehen "Regenbogenwolken"?

Meteorologen sprechen von sogenannten "irisierenden Wolken", die umgangssprachlich auch "Regenbogenwolken" genannt werden. Die Erscheinung tritt vorwiegend an den Wolkenrändern auf und taucht verschiedene Abschnitte in Purpur-, Blau-, Rot- und Grüntöne. 

Die Färbung entsteht, wenn Sonnenlicht an winzigen, nahezu gleich großen Wassertröpfchen oder Eiskristallen in der Wolke gebeugt wird. Durch die minimal unterschiedlichen Größen der Tröpfchen oder Eiskristalle entstehen die verschiedenen Farbtöne.

Farben des Lichts durch Beugung und Interferenz sichtbar gemacht

Der Verein Arbeitskreis Meteore verweist zudem auf neuere Theorien, wonach die Farben durch Interferenz entstehen. Dabei werden Lichtstrahlen entweder an der Vorder- und Hinterfläche hauchdünner Eisplättchen reflektiert "oder durch Interferenz von Strahlen, von denen ein Teil direkt durch die Wolkenschicht hindurchgeht." 

Interferenz bezeichnet die Überlagerung von zwei oder mehr Lichtquellen, was eine Verstärkung, Abschwächung oder Auslöschung des Lichts zur Folge haben kann.

Anders als beim klassischen Regenbogen wird Licht also nicht in den Regentropfen gebrochen und aufgespalten, sondern durch Beugung und Interferenz sichtbar gemacht. 

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