Mädchen kam mit 3 Jahren in Pubertät – wegen Hormonpflaster von Mutter

Das Hormonpflaster der Mutter könnte bei ihrer Tochter die frühe Pubertät ausgelöst haben.
Ein blondes Mädchen liegt nachdenklich auf einem Bett und blickt zur Seite.

Die Britin Samantha Ashworth (52) bemerkte bei ihrer Tochter Freya Veränderungen, die für ihr Alter ungewöhnlich waren: Mit gerade mal drei Jahren zeigte das Mädchen erste Anzeichen der Pubertät: Die Brust begann sich zu entwickeln, Scham- und Achselhaare wuchsen und es kam zu heftigen Stimmungsschwankungen. Außerdem war Freya deutlich größer als andere Kinder ihres Alters. Hinzu kamen hormonelle Schwankungen, die einem Menstruationszyklus ähnelten. 

Diagnose: Vorzeitige Pubertät

Nach etlichen Untersuchungen erhielt das Mädchen im Alter von fünf Jahren dann die Diagnose Pubertas praecox. Dabei handelt es sich um eine medizinische Entwicklungsstörung, bei der sich bereits im frühen Kindesalter typische Pubertätsmerkmale zeigen.

Wutanfälle, Brustwachstum und Schambehaarung mit 3 Jahren

Freyas Mutter erinnert sich an die schwierige Anfangszeit. Gegenüber der britischen Boulevardzeitung Mirror sagte sie: "Es war schrecklich mitanzusehen, wie sie diese Stimmungsschwankungen hatte und mit ihren Gefühlen in so jungem Alter nicht zurechtkam." Zunächst führte sie die unkontrollierbaren Wutanfälle noch auf kindliche Trotzanfälle zurück. 

Erst als Ashworth bemerkte, dass sich Brustansätze und Schambehaarung bildeten, wurde ihr klar, dass etwas nicht stimmte. "Ich wollte es erst gar nicht wahrhaben, als ich ihre Brustansätze und Schamhaare bemerkte, weil ich mir so sehr wünschte, dass meine Tochter gesund wäre", erinnert sie sich.

Als Freya fünf Jahre alt war, ging ihre Mutter mit ihr zum Hausarzt. Die Tests und Untersuchungen zogen sich fast ein Jahr hin, bis schließlich die Diagnose vorzeitige Pubertät gestellt wurde.

Hormonpflaster der Mutter als Auslöser

Die wahrscheinliche Ursache der Entwicklungsstörung traf die Britin besonders hart: Ärzte vermuteten, dass Freyas Beschwerden durch das Hormon-Präparat der Mutter ausgelöst worden sein könnten. 

Ashworth bekam regelmäßig Pflaster mit einem Hormongel gegen Beschwerden ihrer Wechseljahre. Solche Gel-Pflaster geben kontinuierlich Hormone, meist Östrogen, ab und wirken Menopausen-Symptomen wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen entgegen.

Im Interview mit Mirror erklärt die Britin:

Man geht davon aus, dass sie mit dem Gel von mir in Kontakt gekommen ist. Es könnte also beim Kuscheln übertragen worden sein

Hormone wurden möglicherweise beim Kuscheln übertragen

Die kleine Freya muss sich nun alle sechs Monate Untersuchungen unterziehen, um ihre Symptome zu kontrollieren. Ihre Mutter machte ihre Geschichte öffentlich, um Eltern und Ärzte für das Thema zu sensibilisieren. 

Sie betont, dass sie nie über mögliche Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt wurde: "Mir wurde nie gesagt, dass ich Handschuhe tragen oder nach dem Auftragen des Gels den Kontakt mit anderen Personen vermeiden soll."

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