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„Keine Ahnung, wo es ist“: WM-Reporterin blamiert sich mit Bosnien-Aussage

Die Aussage einer US-amerikanischen Reporterin über Bosnien und Herzegowina hat im Netz eine Diskussion über das US-Schulsystem angeregt.
FIFA World Cup 2026 - Group B - Bosnia and Herzegovina v Qatar

Am Donnerstag steht das WM-Match zwischen den USA und Bosnien und Herzegowina an. Die US-amerikanische Reporterin Abigail Vélez für ABC 7 Los Angeles wollte schon im Vorhinein die Stimmung für das Spiel aufheizen. Kein Wunder, denn am 26. Juni verlor das Team der USA mit 3:2 gegen die Türkei. 

Vélez machte bei einer Live-Übertragung nach der Niederlage darauf aufmerksam, dass die Mannschaft das nächste Match für sich entscheiden würde. Dabei wurde jedoch ihr Seitenhieb gegen Bosnien und Herzegowina kritisiert. 

Reporterin weiß nicht, wo Bosnien und Herzegowina liegt

In einer Aufnahme kündigt die Journalistin an, dass die USA demnächst gegen das Balkanland antreten werden. Kurz darauf sagt sie: 

"Ich habe keine Ahnung, wo man Bosnien auf der Karte findet. Ich weiß wirklich gar nichts über Bosnien und ich will es auch nicht wissen." 

Anschließend betont sie, dass das Team USA "besser denn je" sei, und sagt weiter: "Mach dich bereit, Bosnien. Du willst nicht, was auf dich zukommt." 

Backlash nach WM-Aussage

Im Netz wurde der Ausschnitt in kürzester Zeit mehrfach geteilt, die Reporterin wird von unzähligen Usern und Userinnen kritisiert: "Die Amerikaner sind die einzigen Menschen auf der Welt, die stolz darauf sind, Analphabeten zu sein", heißt es auf X. Ein anderer Nutzer kommentiert: "Sie ist peinlich, leider sind viele Amerikaner genau wie sie, vielleicht sogar die Mehrheit, fürchte ich. Aber viele von uns sind trotzdem nicht so." 

Kritik hagelt es nicht nur für Vélez selbst, sondern auch für das Bildungssystem in den USA. 

Die Bürger und Bürgerinnen der Vereinigten Staaten seien "dumm", "arrogant" und "ungebildet". Zahlreiche User und Userinnen sind überzeugt, dass die "ignorante Einstellung" der Bewohner und Bewohnerinnen sich vor allem darauf bezieht, dass sie alles außerhalb der Landesgrenzen nicht würdigen. 

  • Besonders bitter: Almin Karamehmedovic ist seit 2024 Chef des Dachsenders ABC News – ein gebürtiger Bosnier aus der Hauptstadt Sarajevo. 

Reporterin entschuldigt sich für Fauxpas

Am 28. Juni veröffentlichte Vélez ein Statement auf Instagram: 

„In einem unüberlegten Versuch, ein wenig Spaß mit der Weltmeisterschaft zu haben, bin ich zu weit gegangen und habe einen gedankenlosen Kommentar im Fernsehen gemacht, der unsensibel und unangemessen war. Ich entschuldige mich bei den Menschen in Bosnien und dem bosnischen Fußballteam“, heißt es in der Entschuldigung. „Die Weltmeisterschaft soll eigentlich dazu dienen, Gemeinschaften auf der ganzen Welt zu vereinen, und mein Kommentar hat diesen Geist nicht widergespiegelt. Ich wünsche allen Teams weiterhin viel Erfolg auf ihrer Reise durch die Weltmeisterschaft.“

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