Fenninger kommt auf der Olympia-Strecke bestens zurecht.

© APA/EPA/ANTONIO BAT

Auf der Suche nach dem Gespür für Schnee
02/07/2014

Auf der Suche nach dem Gespür für Schnee

Fenninger fuhr im Training auf Rang drei, Probleme für die österreichischen Kolleginnen.

von Stefan Sigwarth

Am heutigen Samstag wird es auch für die Damen ernst: Es bricht die Phase der Zeitläufe an. Anders als bei den Herren wird keine richtige Qualifikation gefahren, sondern es werden die Leistungen aus diversen Abfahrten verglichen und als Basis für die Aufstellung herangezogen.

Bei der 24-jährigen Nicole Schmidhofer „nimmt das ungute Gefühl zu“, wie sie sagt, „ich steh’ zum Teil schlecht auf dem Ski, vor allem dort, wo ich voll draufdrücken muss.“ Heißt: Am Donnerstag fehlten ihr 2,22 Sekunden auf die Bestzeit von Teamkollegin Anna Fenninger, am Freitag trennten sie 2,34 Sekunden von der Schweizerin Fabienne Suter, die Tina Weirather (Liechtenstein) und Fenninger auf die Plätze verwies.

Längenvergleich

Die Salzburgerin hatte ihre liebe Müh’, im Flachen war ihr der linke Ski entglitten: „Ich hab’ dann wohl ein Tor ausgelassen.“ Dennoch hat sie weniger Sorgen als manche Konkurrentin. Denn im Vergleich zum Vortag war nun die Einfahrt in den Zielhang weiter gesteckt, wodurch das Tempo reduziert ist. Und zwar so weit, dass Maria Höfl-Riesch bekannte, „dass es schwierig für mich ist, die Skier überhaupt rumzubringen“.

Seit Anfang der Saison ist die dreifache Saisonsiegerin aus Deutschland in der Abfahrt nach dem Vorbild von Lindsey Vonn mit einem Herren-Ski unterwegs, der etwas länger ist als die üblichen Damen-Skier, was gerade bei wenig Tempo den Kraftaufwand enorm erhöht.

Nicole Hosp („das ist in die Hose gegangen“) und Elisabeth Görgl („das erste Training war zum Schmeißen, das zweite eigentlich relativ gut“) waren ebenso fehlerhaft unterwegs wie Cornelia Hütter und Regina Sterz. Doch Sterz bleibt zuversichtlich: „Besser zwei Fehler machen und wissen, wo die Zeit geblieben ist, als langsam fahren und nicht wissen, warum.“ Bis zur Entscheidung bleibt freilich noch Zeit: Sie wird erst nach der Superkombination am Montag fallen.

2. Training am Freitag:
1. Fabienne Suter SUI 1:42,70
2. Tina Weirather LIE + 0,11
3. Anna Fenninger AUT 0,23
4. Kajsa Kling SWE 0,62
5. Tina Maze SLO 0,64
6. Stacey Cook USA 0,69
7. Lotte Smiseth Sejersted NOR 0,85
8. Fränzi Aufdenblatten SUI 0,86
9. Dominique Gisin SUI 1,17
10. Julia Mancuso USA 1,22
Weiter:
14. Regina Sterz AUT 1,44
24. Cornelia Hütter AUT 2,05
29. Nicole Schmidhofer AUT 2,34
30. Michaela Kirchgasser AUT 2,41
31. Nicole Hosp AUT 3,07
35. Elisabeth Görgl AUT 3,18
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